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Zertifikatslösungen

stellen ein Instrument der Umweltschutzpolitik dar, dessen grundlegende Idee darin liegt, Märkte für Umweltgüter zu schaffen. Bei Zertifikatslösungen wird die zulässige Gesamtmenge der Schadstoffe aufgeteilt in einzehte Teilmengen (z.B. Tonnen Schwefeldioxyd), für die Zertifikate (Emissionsrechte) vergeben werden. Private Wirtschaftssubjekte dürfen nur insoweit Schadstoffemissionen und damit eine Beeinträchtigung der Umweltqualität vornehmen, wie sie Zertifikate besitzen. Unter allokativen Vorzeichen ist entscheidend, dass die Zertifikate durch Tauschprozesse an denjenigen Emittenten gelangen, für den sie am dringendsten sind und der demzufolge den höchsten Betrag zu zahlen bereit ist. Als Erstvergabeverfahren werden für Zertifikate eine kostenlose Vergabe (grandfathering), der Verkauf zu einem administrativ bestimmten Festpreis und Versteigerungsverfahren diskutiert. Zertifikatslösungen stehen in der Denktradition des COASE-Theorems. Es handelt sich bei ihnen um ein umweltpolitisches Instrument der Mengenlösung, im Gegensatz zu - Umweltabgaben, die eine Preislösung unter den umweltpolitischen Instrumenten darstellen. Zertifikatslösungen sind als umweltpolitische Instrumente auch deshalb bedeutsam, weil bei ihnen zum einen eine räumliche und zeitliche Befristung möglich ist und weil zum anderen etwa durch Abwertungen oder staatlichen Rückkauf von Zertifikaten eine Verschärfung der Umweltpolitik möglich ist. Bedenken hinsichtlich Zertifikatslösungen bestehen insbes. aus wettbewerbspolitischen Gründen: Ein Unternehmen kann Zertifikate aufkaufen, um anderen Unternehmen die Möglichkeit der Produktionstätigkeit zu nehmen. Literatur: Weimann, J. (1995)

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