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Agenda Setting

von den Kommunikationswissenschaften geprägter Begriff, der zum Ausdruck bringt, dass die Tagesaktualität von den Medien "gemacht" wird, indem sie über bestimmte Themen berichten und über andere nicht. Wenn wir manchmal mit Berichten über Afghanistan, die Steuerreform oder das Waldsterben überschwemmt werden und es zu anderen Zeitpunkten so scheint, als ob diese Sachverhalte nie interessiert hätten, so hat dies mit Agenda Setting zu tun. Man muss dabei nicht gleich an eine Manipulation der öffentlichen Meinung denken, eher an den sog. Nachrichtenwert: In den Redaktionen muss angesichts des gewaltigen Überangebots an Informationen entschieden werden, ob ein bestimmter Bericht die Hörer, Leser bzw. Zuschauer interessieren könnte oder nicht. dass dabei subjektive Massstäbe zum Tragen kommen, liegt auf der Hand. In der empirischen Forschung galt bislang zumeist dem Zusammenhang von Agenda Setting (Nachrichten) und Wählerverhalten die Aufmerksamkeit. Für die Werbung ist die Thematisierungsfunktion und -macht der Medien insofern von Bedeutung, als sie den Konsumenten dazu bringen, über bestimmte Marken, Produkte, Eigenschaften oder Werte nachzudenken bzw. zu diskutieren. Wenn es durch PR-Arbeit gelingt, ein Erzeugnis oder ein Unternehmen in einem positiven Zusammenhang zum Gesprächsthema zu "machen", so ist ein grösserer Werbeerfolg zu erwarten, als wenn man im Stile der klassischen Medienwerbung versucht, die Verbraucher unmittelbar von den Produktvorteilen zu überzeugen.   Literatur: Weaver, D., Media Agenda Setting and Public Opinion: A Review of Studies on the Effects of Mass Media, Keio University (Japan) 1984.

von den Kommunikationswissenschaften (Kommunikation) geprägter Begriff, der zum Ausdruck bringt, dass die Tagesaktuali­tät von den Medien „gemacht“ wird, indem sie über bestimmte Themen berichten und über andere nicht. In der empirischen Forschung galt bislang zumeist dem Zusammenhang von Agenda Setting (Nachrichten) und Wählerverhalten die Aufmerksamkeit. Für die Werbung ist die Thematisierungsfunktion und -macht der Medien insofern von Bedeutung, als sie den Konsumenten dazu bringen, über be­stimmte Marken, Produkte, Eigenschaften oder Werte nachzudenken bzw. zu diskutie­ren. Wenn es durch Public Relations ge­lingt, ein Erzeugnis oder ein Unternehmen in einem positiven Zusammenhang zum Ge­sprächsthema zu „machen“, so ist ein größe­rer Werbeerfolg zu erwarten, als wenn man im Stile der klassischen Medien versucht, die Verbraucher unmittelbar von den Produkt­vorteilen zu überzeugen (s. a. Sozialisato- ren).

Literatur:  Weaver, D., Media Agenda Setting and Public Opinion: A Review of Studies on the Ef­fects of Mass Media, Keio University (Japan) 1984.

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