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Arbeitszeitflexibilisierung

Weiterentwicklung der Variation der Arbeitszeit (Schichtarbeit und Pausenregelung) durch Variation der Wochen-, Monats-, Jahres- und Lebensarbeitszeit bzw. durch Schaffung flexibler Arbeitszeitkonten.
Variation der
1. Wochenarbeitszeit: Mitarbeiter können sich ihre Wochenarbeitszeit selbst einteilen, außer bei Fixierung von Kernzeiten (Tageszeiten, in denen sie anwesend sein müssen).
2. Jahres- und Monatsarbeitszeit: Mitarbeiter hat festes Kontingent an Stunden zu leisten, allerdings kann er selbst entscheiden wann und wie.
3. Lebensarbeitszeit: Verkürzung oder Verlängerung der Lebensarbeitszeit (Altersteilzeit,
Sabbatical).Flexible Arbeitszeitkonten: Bsp.: Überstundenkonten.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Um die Arbeitszeit flexibler an die Bedingungen der Produktion anzupassen, wird der „Normalarbeitstag“ (ca. 8 Stunden am Tag) weitgehend abgeschafft.

Hauptmotto für die Anforderung der „flexiblen“ Unternehmen an ihre „flexiblen“ Arbeitskräfte ist: „Arbeit, wenn Arbeit da ist, und Freizeit, wenn die Arbeit weniger wird.“ Es ist eine Mischung aus extensiver und intensiver Ausbeutung durch ergebnisorientierte Arbeitszeitgestaltung und effizientes Wirtschaften mit der Ressource „Arbeitszeit“.

Zur Arbeitszeitflexibilisierung gehören u.a. die Konzepte der gleitende Arbeitszeit, Teilzeitarbeit, Arbeitszeitkonten, Arbeit auf Abruf, Telearbeit zu Hause, Zeitarbeit, Hausfrauenschicht.

Weitere Konzepte zur Flexibilisierung der Arbeitszeit sind: Bedarfsgerechte Schichtplanung (Schichtplan nach Bedarf der Produktion), Job Rotation, Gruppenarbeit und Zeitautonomie, Wahlarbeitszeit, Zeitkontensystem, (z.B. bei den Ladenöffnungszeiten ist die Kundenfrequenz Maßstab des Arbeitsansatzes) und „Arbeit auf Abruf“, das „Kapovaz“ - System (Abk. für kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit). Teil der Flexibilisierung der Arbeitszeit ist die Flexibilierung des Arbeitsortes z.B. Telearbeit und Zuhausearbeit. >Arbeitszeit, >Flexibilisierung, >Teilzeitarbeit, >Telearbeit

In der Wirtschaftssoziologie: eine nicht starre Organisation der Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit. Ausgangspunkt hierbei ist die sogenannte Normalarbeitszeit. Um die Rentabilität zu erhöhen, soll die Arbeitszeitflexibilisierung der a) Anpassung der Arbeits- und Betriebszeiten an Produktions- und Auftragsrhythmen, b) Ausweitung der Betriebsnutzungszeiten und c) Differenzierung der individuellen Arbeitszeiten dienen. Es existieren verschiedene Formen der Arbeitszeitflexibilisierung von Gleitzeitmodellen über variable Teilzeitar-beitsbis hin zu Jahresarbeitszeitsystemen.

Arbeitszeit, Arbeitszeitverkürzung, gleitende Arbeitszeit, Teilzeitarbeit

Vorhergehender Fachbegriff: Arbeitszeitermittlung | Nächster Fachbegriff: Arbeitszeitgesetz (AZG)



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