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Bedaux-System

ist eine weitverbreitete Art des Prämienlohns und wird als Methode der Arbeitszeitvorgabe für Akkordlohnsysteme (Akkordlohn) verwendet. Grundlage des Bedaux-Systems ist die Arbeitseinheit »1 B«, die Ausdruck der Arbeitsmenge ist, die eine durchschnittliche Arbeitskraft unter normalen Bedingungen in einer Minute zu leisten imstande ist. Die Normalleistung, (60 B-Einheiten in einer Stunde [Erholungszeit miteinberechnet]), wird durch den Grundlohn (Lohnbasis) vergütet. Dieser Grundlohn wird mit einem von Bedaux entwickelten Arbeitsbewertungssystem (analytisches Verfahren) ermittelt. Der Grundlohn ist als Mindestlohn garantiert, der auch bei Leistungen von weniger als 60 B-Einheiten pro Stunde gezahlt wird. Bei Leistungen, die zwischen 60 und 80 B-Einheiten je Stunde liegen, verläuft der Zuwachs der Prämienzahlung linear, über 80 B-Einheiten je Stunde degressiv, um den Anreiz, erheblich mehr zu leisten, niedrig zu halten (Vermeidung von sinnlosem Arbeitskräfteverschleiß, Einhaltung des harmonischen Betriebsablaufes). 70 B-Einheiten je Stunde werden mit 162/3 % des Grundlohns, 80-Einheiten je Stunde mit 33’/3 % des Grundlohns vergütet. Im Bedaux-System ist auch der Fall berücksichtigt, bei dem die Arbeitskraft ohne Verschulden, etwa durch Verzögerung des technischen Arbeitsablaufs (Maschinengeschwindigkeit, Materialfluß), nicht in den Prämienbereich gelangen kann: Der Arbeiter erhält über den sogenannten Methodenzuschuß eine bestimmte Anzahl B-Einheiten zugeschlagen, damit es ihm möglich ist, die Normalleistung (60 B) zu überschreiten, um in den Genuß der Prämie zu kommen. Dabei werden, entgegen dem REFA-Verfahren (REFA), die ablaufbedingten Wartezeiten in die Vorgabezeit des Bedaux-Systems nicht miteinbezogen.

Das Bedaux-System S. ist eine Prämienlohnform, bei der die vom Arbeitnehmer geleistete Arbeit mittels Zeitaufnahme erfaßt und mit einer Prämie für die über der Normalleistung liegende Mehrleistung vergütet wird. Die Messung der Arbeitsleistung erfolgt über den sog. BWert, der die Arbeitsmenge je Minute einschließlich der zur Erholung erforderlichen Zeit (= 1 BWert) bezeichnet, die eine durchschnittliche, eingearbeitete Arbeitskraft unter normalen Bedingungen leistet. So ergeben 60 BEinheiten in der Stunde die Normalleistung, die durch den Grund lohn entgolten wird. Darüber hinaus erzielte BEinheiten das Maß von 8090 B wird i. d. R. nicht überschritten werden durch die zusätzliche Zahlung von Prämien vergütet. Die Bewertung der Arbeitsanforderungen erfolgt nach Bedaux durch ein Punktesystem, das psychische und physiologische Belastungen sowie Umwelteinflüsse gleichermaßen miteinbezieht. wird z. Bedaux-System die menschliche Arbeitsleistung durch Maschinen vorbestimmt, so wird ein Ausgleich (sog. Methodenzuschuß) gewährt, dessen Höhe sich nach den durch die Arbeitsmethode bedingten Wartezeiten, denen der Arbeitnehmer ausgesetzt ist, richtet.

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