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Brechtsches Gesetz

von Arnold Brecht 1932 formuliertes "Gesetz der progressiven
Parallelität zwischen (öffent­lichen) Ausgaben und Bevölkerungsmassie­rung". Es
besagt, daß mit zunehmender räum­licher Konzentration die Ausgaben der Ge­meinden
pro Kopf der Bevölkerung zuneh­men. Demnach steigt der Finanzbedarf der
Kommunen mit wachsender Bevölkerungs­zahl überproportional. Eine Erklärung mag
u. a. darin zu finden sein, daß die Kosten der Leistungserstellung in großen
Körperschaften höher liegen, weil dort die Vorleistungen (z.B. Grundstücke,
Personal) teurer sind. Daneben können Ballungen zu zusätzlichen Ausgaben
führen, weil bestimmte Aufgaben überhaupt erst mit zunehmender Agglomeration
auf- treten, zumindest aber an Gewicht gewinnen (z.B. Umweltschutz, innere
Sicherheit).




von Arnold BRECHT (1932) aufgestellte Behauptung, dass sich mit zunehmender räumlicher Konzentration der Bevölkerung die öffentlichen Ausgaben je Einwohner erhöhen. Mit dieser »progressiven Parallelität von Staatsausgeben und Bevölkerungsmassierung« werden in der Finanzwissenschaft seither fast ausschließlich zunehmende Gemeindeausgaben pro Kopf der (wachsenden) Bevölkerung verstanden. Begründet wird dieses »Gesetz« damit, dass in Ballungsräumen die Bedarfsprofile der Bevölkerung und der Wirtschaft ein höheres Angebot an sozia- 1er und materieller Infrastruktur erfordern und aufgrund der höheren Wirtschaftskraft auch erlauben. Zusätzlich können höhere Kosten der Leistungserstellung (etwa höhere Löhne oder Bodenpreise) zu höheren Ausgaben je Einwohner führen.

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