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Energieverbrauch

Bezeichnung für die vielfältigen Energieum- setzungsprozesse, die in einer Volkswirtschaft zu verzeichnen sind. Streng genommen kann Energie (nach dem Ersten Hauptsatz der Thermodynamik) nicht verbraucht werden. Sie geht nicht verloren, sondern wird lediglich in eine andere Energieform (auf niedrigerem Niveau) umgewandelt, bis sie nicht mehr in der Lage ist, gewünschte Energienutzen (Warme, Arbeit, Licht) zu stiften. Dennoch ist die Bezeichnung Energieverbrauch als ökonomischer Sicht akzeptabel, weil der statistisch erfasste Energieverbrauch einer Volkswirtschaft damit einhergeht, dass Energieträger dem Markt entnommen und nicht - auch nicht in veränderter Form - wieder zur Verfügung gestellt werden. Der angesprochene Umwandlungsprozess drückt sich in einer Energiefreisetzung (z.B. in Form von Verlustwärme) aus, die als Energieverluste bezeichnet werden und sich lediglich bei veränderten Techniken (zumeist bei höherem Kapitaleinsatz) reduzieren, aber nie ganz vermeiden lassen (Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik). Diese letztlich unerwünschten Energieumsetzungsprozesse im Zusammenhang mit Energieverbrauch sind von der Energieumwandlung zu unterscheiden, bei der mittels geeigneter Aggregate der Energiegehalt von Energieträgern aufgespalten wird (Rohöldestillation) oder ein Energieträger in eine andere - verkaufsfähigere - Form überführt wird (Braunkohlenbrikettierung, Stromerzeugung aus Steinkohle). Häufig lassen sich einzelne Energieträger nur auf diese Art und Weise vermarkten (Wasserkraft, Kernenergie). Die Energieumwandlung stellt mit ihren vielfältigen Prozessen heute einen der Schwerpunkte der Energiewirtschaft dar. Der Energieverbrauch unserer Volkswirtschaft wird seit mehreren Jahrzehnten zusammen mit den Umwandlungsprozessen sowie dem Energieaufkommen in der jährlich erscheinenden Energiebilanz dargestellt. Der Primärenergieverbrauch bezeichnet die Gesamtheit der in einer bestimmten Periode (Jahr) für die Versorgung der Volkswirtschaft (oder einzelner Regionen) bereitgestellten Energieträger. Er setzt sich zusammen aus dem sog. Endenergieverbrauch der Sektoren Industrie, Verkehr sowie Haushalte und Kleinverbraucher, dem sog. nichtenergetischen Verbrauch (z.B. Petrochemie) und dem Energieverbrauch des Energiesektors selbst.       Literatur: Schiffer, H.-W., Trendwende im Energieverbrauch?, in: Schmitt, D. (Hrsg.), Der Energiemarkt im Wandel - 10 Jahre nach der Ölkrise •*, 2. Aufl., München 1985, S. 44 ff.  

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