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Finanzielles Gleichgewicht

Finanzierungsziele
ist das Ziel, das im Rahmen des Finanzcontrolling verfolgt werden muß. Ein Unternehmen ist dann im finanziellen Gleichgewicht, wenn es jederzeit in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. In langfristiger Sicht geht es jedoch nicht nur um die Erfüllung der bereits bestehenden, sondern vielmehr auch um die künftig einzugehenden Verpflichtungen. Langfristig muß gesichert sein, daß die Entwicklung des Unternehmens von der Finanzierungsseite her nicht behindert wird.


Auch: Liquidität i. w. S. Ist gewährleistet, wenn die Zahlungsdispositionen in einem Unternehmen so getroffen werden, dass die Zahlungsfähigkeit in jedem Zeitpunkt einer bestimmten Periode gewährleistet ist. Unter diesem Aspekt bez. finanzielles Gleichgewicht den Ausgleich von Zahlungsströmen. Eine Unternehmung, die diese Bedingung erfüllt, ist liquide. Gelingt es der betrieblichen Finanzpolitik nicht, einen Ausgleich zwischen Aus- und Einzahlungen sowie Zahlungsmittelbeständen zu erzielen, kommt es zu Anspannungen im finanziellen Gefüge der Unternehmung. Sobald die berechtigt geltend gemachten Zahlungsansprüche und Zahlungsforderungen nicht mehr jederzeit und uneingeschränkt erfüllt werden können, ist die Existenz der Unternehmung bedroht, denn dieser Tatbestand stellt einen Insolvenzgrund dar. Das gilt in allg. Form uneingeschränkt für alle Betriebe jeglicher Branchen, welche betriebsindividuellen Ziele sie auch verfolgen mögen und welchen Wirtschaftssystemen sie auch angehören. In seiner weiten Fassung bez. finanzielles Gleichgewicht die Aufgabe des Unternehmens, einen strukturellen Gleichgewichtszustand zwischen Kapitalbeschaffung und -Verwendung herzustellen, auch als strukturelle Liquidität bez. Dabei muss das beschaffte Kapital nicht nur quantitativ, also der Höhe nach, sondern auch qualitativ, d. h. nach Art und Fristigkeit dem Kapitalbedarf entspr., wie er sich aus der Besonderheit der unternehmensindividuellen Vermögensstruktur ergibt. Weil die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens langfristig von der Art der Kapital- ausstattung und -Verwendung abhängt, ist es notwendig, den Begriff des finanziellen Gleichgewichts auch auf die Kapital- und Vermögensstruktur des Unternehmens auszudehnen. In der weiteren Fassung ist finanzielles Gleichgewicht nicht identisch mit Liquidität, sondern bezieht zudem auch Rentabilitätsaspekte mit ein.

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