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Innovationszyklus

die zyklische Entwicklung einer Volkswirtschaft aufgrund des zeitlichen Prozesses der Verbreitung von Innovationen. Als lange Welle (Kondratieff-Zyklus) wird er insb. von Joseph A. Schumpeter über eine Art nicht-monetärer Überinvestitionstheorie erklärt, wobei (Produkt-, Prozess-) Innovationen, d.h. alle erstmaligen, gewinnorientierten Veränderungen wirtschaftlicher Aktivitäten, ökonomisch bedingt sind. Diese folgen den zeitlich vorlaufenden Inventionen (Erfindungen), die häufig als nicht-ökonomisch bzw. exogen bedingt erscheinen. Der Prozess der marktmässigen Durchsetzung einer Invention beginnt, wenn ein innovatorischer Unternehmer eine Idee aufgreift und aufgrund erwarteter Gewinne neue Investitionsgüter nachfragt. Ist seine Innovation gewinnbringend, folgen Imitatoren. Die Preise der Investitionsgüter steigen, die der mit neuen Technologien produzierten Güter oder der neuen Güter sinken. Dabei verdrängt das neue Produkt bzw. die neue, produktivitätsfortschrittliche Technologie langsam ältere, indem bei diesen der Gewinn sinkt, worauf Produktionseinstellungen oder Konkurse folgen. Der Aufschwung/Boom bricht ab, wenn die Investitionsgüternachfrage wieder sinkt, weil inzwischen Produktionskapazitäten aufgebaut wurden, die von der Nachfrage (Marktsättigung etc.) nicht mehr ausgelastet werden. Der Abschwung als schöpferische Krise erhöht den Druck auf jeden Unternehmer, aus den Inventionen diejenigen mit zu erwartenden Marktlagengewinnen herauszufiltern. Ein Innovator begründet einen neuen Aufschwung.            Literatur: van Dujin, J. The long wave in economic life, London 1983. Schumpeter, J. A., Konjunkturzyklen, 2 Bde., Göttingen 1961.

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