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Insider-Outsider-Theorie

geht davon aus, dass die im Unternehmen (eventuell seit längerer Zeit) beschäftigten Arbeiter (Insider) über hinreichende Marktmacht verfügen, um den Lohn (entweder im Rahmen eines Bargaining-Prozesses mit der Unternehmensleitung oder unilateral) zu bestimmen. Dabei kommt ein Lohn zustande, der über dem markträumenden Niveau liegt und bei dem es für das Unternehmen nicht profitabel ist, zusätzliche Arbeitskräfte (Outsider), die bereit wären, die gleiche Arbeit zu sonst gleichen Bedingungen bei niedrigerem Lohn zu verrichten, einzustellen oder etwa Insider durch solche Outsider zu ersetzen. Unfreiwillige Arbeitslosigkeit ist die Folge. Ursächlich für die Marktmacht der Insider sind zunächst die Kosten, die dem Unternehmen bei Entlassungen (Kosten im Zusammenhang mit dem Kündigungsschutz) und Neueinstellungen (Bewerbungsverfahren, Einarbeitung der Outsider) entstehen. Darüber hinaus vermögen die Insider, und dies ist geradezu das entscheidende Definitionsmerkmal dieser Gruppe, die Arbeitsproduktivität in der Firma zu beeinflussen. Teamgeist und Kooperation zwischen Insidern wirken positiv auf die Arbeitsproduktivität. Demgegenüber vermögen die stillschweigende Ablehnung neuer Mitarbeiter und die Verschlechterung des Arbeitsklimas bei Neueinstellungen die Durchschnittsproduktivität zu verringern.   Literatur: Lindbeck, A.ISnower, D., Efficiency Wages versus Insiders and Outsiders, in: European Economic Review, Vol. 31 (1987), S. 407ff. Lindbeck, A.ISnower, D., The Insider-Outsider-Theory of Employment and Unemployment, Cambridge 1988.

- Arbeitsmarkt

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