Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Inter-Amerikanische Entwicklungsbank

(Inter-American Development Bank, IDB) internationale Finanzinstitution, die 1959 gegründet wurde, um die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Entwicklungsländer Mittel- und Südamerikas, die Mitglieder der Bank sind, in ihrer Gesamtheit und als Einzelstaaten zu fördern. Grundlage der Bank ist das am 30. 12. 1959 abgeschlossene Abkommen über die Errichtung der Inter-Amerikanischen Entwicklungsbank. Die Bank nahm am 1.10. 1960 offiziell ihre Tätigkeit auf. Ende 1990 waren 44 Staaten regionale Mitglieder der Bank, nämlich 24 Staaten, die der Organisation Amerikanischer Staaten angehören, sowie Kanada, Guyana und die Bahamas, und 17 nicht-regionale Staaten, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, die der Bank 1976 beitrat. Die Bank steht allen Mitgliedern der Organisation Amerikanischer Staaten sowie nicht-regionalen Ländern, die Mitglied des Internationalen Währungsfonds sind, zum Beitritt offen. Aufgaben der Bank sind: •   Beschaffung von öffentlichem und privatem Kapital und dessen Bereitstellung für private und öffentliche Investitionen zur Förderung der Entwicklung der regionalen Entwicklungsländer Mittel- und Südamerikas, die Mitglied der Bank sind, •   Zusammenarbeit mit den regionalen Mitgliedstaaten, um deren Entwicklungspolitik auf eine bessere Ausnutzung ihrer Bodenschätze auszurichten, sowie •   technische Hilfe bei der Vorbereitung, Finanzierung und Ausführung von Entwicklungsprojekten einschl. der Ausarbeitung von Entwicklungsvorhaben und -programmen zu leisten. Ausserdem ist die Bank befugt, Sonderfonds zu errichten bzw. zu verwalten. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügte die Bank bis zum 31.12. 1987 über "Interregionales" und "Ordentliches Kapital". Das Interregionale Kapital wurde erst 1976 geschaffen, um auch die Aufnahme von nichtregionalen Staaten als Mitglieder zu ermöglichen. Die Ordentliche und die Interregionale Sektion der Bank wurden getrennt geführt. Entsprechend erstellte die Bank zwei Bilanzen. Die beiden Sektionen wurden im Dezember 1987 zusammengelegt. Ende 1990 verfügte die Bank über ein gezeichnetes Ordentliches Kapital in Höhe von 41 Mrd. US-$. Das gezeichnete Ordentliche Kapital ist eingeteilt in etwa 2,84 Mio. US-$ eingezahltes und etwa 38,16 Mrd. US-$ einforder bares (Haf- tungs-) Kapital. Das einforderbare Kapital kann nur eingefordert werden, wenn es benötigt wird, um die Verpflichtungen der Bank aus der Aufnahme von Anleihen oder der Übernahme von Garantien zu erfüllen. Ausserdem nimmt die Bank Ordentliche Fremdmittel an den Kapitalmärkten der Mitgliedstaaten auf. Die Ordentlichen Fremdmittel betrugen Ende 1990 17,25 Mrd. US-$. Aus ihren Ordentlichen Mitteln hat die Bank bis Ende 1990 insgesamt 35 Mrd. US-$ verzinsliche Darlehen gewährt, um 812 Programme und Projekte in 24 Mitgliedsländern zu finanzieren. Davon entfielen 8 Mrd. US-$ auf Beteiligung Dritter und Kapitalrückzahlungen, 9,22 Mrd. US-$ sind noch nicht ausgezahlt. 17,73 Mrd. US-$ waren ausgezahlt und noch nicht zurückgezahlt. Die Bank wird von einem Gouverneursrat, dem je ein Vertreter aus jedem Mitgliedstaat angehört, einem Direktorium und einem Präsidenten geleitet. Dem Direktorium gehören zwölf Direktoren an. Ein Direktor wird von den USA als grösster Anteilseigner der Bank ernannt, zwei Direktoren werden von nichtregionalen Ländern, die übrigen neun Direktoren von den regionalen Mitgliedstaaten gewählt. Sitz der Bank ist Washington, D. C., USA.          

Vorhergehender Fachbegriff: Inter-American Investment Corp. (ICC) | Nächster Fachbegriff: Inter-Banken-Informations-System



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : dynamische Motivtheorie | Kapitalisierungszinssatz | Weltemährungsprogramm

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon