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Investitionsmodell

Investitionsrechenverfahren

Ansätze zur Bestimmung eines (annähernd) optimalen Investitionsprogramms ( Investitionsplanung) für einen gegebenen Planungszeitraum. Die Optimumbestimmung kann je nach Modellformulierung entweder isoliert für das Investitionsprogramm erfolgen (Investitionsmodelle i.e.S.) oder simultan mit einer Programmoptimierung für andere Unternehmensteilbereiche (z.B. Finanzierungsbereich, Produktionsbereich). Charakteristische Merkmale eines Investitionsmodells i.w.S. sind: (1)  der sachliche Umfang des Entscheidungsfeldes. Danach lassen sich unterscheiden: •   Investitionsmodelle i. e. S. (Modelle zur Bestimmung des optimalen Investitionsprogramms bei gegebenem Finanzierungs- und Produktionsprogramm), •    Investitions-Produktions-Modelle (produktionstheoretische Modelle), •    Investitions-Finanzierungs-Modelle (kapitaltheoretische Modelle), •   Investitions-Produktions-Finanzierungs- Modelle. Theoretisch ist die Einbeziehung noch weiterer Unternehmensteilbereiche in ein Modell denkbar, bis hin zu einem Optimierungsmodell für sämtliche Unternehmensaktivitäten. (2) der zeitliche Umfang des Entscheidungsfeldes. Danach lassen sich unterscheiden: •   Einperiodenmodelle (Optimierung des Investitionsprogramms für eine Periode), •   Mehrperiodenmodelle (simultane Optimierung der Investitionsprogramme für mehrere Teilperioden). (3)  die Zielgrösse des Modells. Danach lassen sich unterscheiden: •   Investitionsmodelle mit dem Kapitalwert ( Kapitalwertrechnung) als Zielgrösse, •   Investitionsmodelle mit dem  Vermö- gensendwert als Zielgrösse, •   Investitionsmodelle mit der (jährlich möglichen) Entnahme als Zielgrösse. (4)  die explizite Berücksichtigung (oder Nichtberücksichtigung) unsicherer Erwartungen im Modell. Danach lassen sich unterscheiden: •   Modelle zur Bestimmung von Investitionsprogrammen bei sicheren Erwartungen (z. B.  Investitions-Produktions-Modelle, Investitions-Finanzierungs-Modelle), •   Modelle zur Bestimmung von Investitionsprogrammen bei unsicheren Erwartungen (z.B. Portefeuille-Analyse). Theoretisch leitet sich die Notwendigkeit einer Investitionsprogrammplanung mit Hilfe von Investitionsmodellen aus der Existenz von Interdependenzen zwischen einzelnen Investitionsprojekten, Investitions- und Produktionsaktivitäten, Investitions- und Finanzierungsmassnahmen usw. ab. Dennoch haben Investitionsmodelle wegen der bestehenden Anwendungsprobleme nur ausnahmsweise Eingang in die Praxis der Investitionsprogrammplanung gefunden. Am häufigsten sind noch einperiodige Investitionsmodelle i.e.S. anzutreffen.    Literatur: Blohtn, H./Lüder, K., Investition, 7. Aufl., München 1991, insb. S. 271 ff. Lüder, K. (Hrsg.), Investitionsplanung, München 1977, S. 10 f., S. 205 ff.

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