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Kostenbegriff

Siehe auch: wertmäßiger Kostenbegriff, pagatorische Kosten

gibt an, welche empirischen Gegebenheiten von der Kostentheorie zu erforschen sind. Trotz seiner zentralen Stellung in der Betriebswirtschaftslehre wird der Begriff der Kosten unterschiedlich abgegrenzt. Den verschiedenen Auffassungen liegen die Merkmale •    mengenmässiger Verbrauch von Gütern            Mengenkom •   Sachziel-oder Leistungs- • ponente bezogenheit des Güterverbrauchs •   Bewertung des sachziel- ,                                                                     bzw. leistungsbezogenen Güterverbrauchs                   zugrunde. Mit ihnen können die Kosten allgemein als bewerteter sachziel- bzw. leistungsbezogener Güterverbrauch definiert werden. Der Kostenbegriff stellt einen quantitativen Begriff dar. Ein mengenmässiger Verbrauch oder Verzehr liegt vor, wenn Einsatzgüter ganz oder teilweise ihre Fähigkeit verlieren, zur Erstellung und Verwertung von Ausbringungsgütern beizutragen. Die Einbusse an ökonomischer Eignung kann prinzipiell bei allen realen und nominalen Wirtschaftsgütern auftreten. Der Güterverbrauch kann willentlich aufgrund von betrieblichen Entscheidungen herbeigeführt werden. Eine weitere Verbrauchsursache bildet der erzwungene Güterverbrauch, der auf ungewollten bzw. unabdingbaren Einflüssen basiert. Er kann technisch-ökonomisch (z.B. Verschleiss von Sachgütern) oder staatlich-politisch (z.B. bei Abgaben) bedingt sein. Der kontinuierliche zeitliche Vorrätigkeitsverbrauch liegt in der Minderung der reinen Nutzungsmöglichkeiten von dauerhaften Real- und Nominalgütern im Zeitablauf begründet. Die Messung des mengenmässigen Verbrauchs richtet sich nach der jeweils eingesetzten Güterart. Das Merkmal der Sachziel- bzw. Leistungs- bezogenheit grenzt von jeglichem im Unternehmungsprozess anfallenden Güterverzehr den kostenwirksamen Güterverbrauch ab. Als kostenwirksam wird der für die Erzeugung und Verwertung von geplanten Ausbringungsgütern anfallende Güterverbrauch betrachtet. Die Begründung eines Zusammenhangs zwischen dem Güterverbrauch und dem Sachziel einer Unternehmung kann nach dem Kostenverursachungsprinzip oder dem Kosteneinwirkungsprinzip vorgenommen werden. Das Kosteneiriwirkungsprinzip ist umfassender und fasst den Güterverbrauch als Wirkursache der Ausbringungsgüter auf; ohne Güterverbrauch kommen die Ausbringungsgüter nicht zustande. Die Bewertung des sachziel- bzw. leistungsbezogenen Güterverbrauchs besteht in der Zuordnung eines Preises. Durch sie wird der Güterverbrauch in Geld ausgedrückt. Die Kosten ergeben sich als Summe der Produkte aus verbrauchten Gütermengen und Güterpreisen. Die Bewertung ermöglicht durch das Gleichnamigmachen eine Verrechnung der Verbrauchsmengen der verschiedenen Güterarten. Hinsichtlich der Wertkomponente von Kosten bestehen unterschiedliche Auffassungen über die zuzuordnenden Preise. Sie haben zu einem wertmässigen und einem pagatorischen Kostenbegriff geführt. Für den wertmässigen Kostenbegriff ist charakteristisch, dass die Güterpreise die Funktion der Lenkung der Einsatzgüter im Hinblick auf eine zugrunde liegende Zielvorstellung wahrnehmen (sollen). Damit wird eine optimale Güterverwendung angestrebt. Der pagatorische Kostenbegriff ordnet dagegen den Einsatzgütern Marktpreise zu. Er verwendet die Ausgaben bzw. Zahlungen für die eingesetzten realen und nominalen Wirtschaftsgüter als Kostenwerte und strebt eine realitätsgetreue Abbildung betrieblicher Güterprozesse an. Aus dem allgemeinen Kostenbegriff des bewerteten sachzielbezogenen Güterverbrauchs können durch Präzisierung der zugrunde liegenden Merkmale sowie durch Verwendung weiterer Kriterien spezielle Kostenbegriffe oder Kostenunterbegriffe wie Gesamtkosten, Fixkosten, variable Kosten und sprungfixe Kosten abgeleitet werden.   Literatur: Kosiol, E., Kritische Analyse der Wesensmerkmale des Kostenbegriffes, in: Kosiol, EJSchlie- per, F. (Hrsg.), Betriebsökonomisierung durch Kostenanalyse, Absatzrationalisierung und Nachwuchserziehung, Köln, Opladen 1958, S. 7ff. Mert- rad, S.y Der Kostenbegriff, Berlin 1965. Schweitzer; MJHettich, G. OJKüpper, H.-U., Systeme der Kostenrechnung, 5. Aufl., Landsberg a. L. 1992.

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