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Kostenverlauf

Siehe Kostenfunktion

Der Kostenverlauf ist eine graphische Darstellung der Abhängigkeit zwischen der Kostenentwicklung und der Beschäftigung. In der Betriebswirtschaftslehre wird im allgemeinen ein linearer Gesamtkostenverlauf unterstellt. In der Volkswirtschaftslehre wird dagegen aufgrund des Ertragsgesetzes ein ertragsgesetzlicher Kostenverlauf angenommen.

bezieht sich auf Kostenfunktionen und beschreibt die Entwicklung der Kosten in Abhängigkeit von ihren Einflussgrössen. Wird eine Kostenfunktion graphisch dargestellt, so bringt das Bild den Kostenverlauf zum Ausdruck. Für die Kennzeichnung des Verlaufs von Kostenfunktionen hat die Kostentheorie unterschiedliche Kostenkategorien bzw. Zonen und Masse entwickelt. Unterschiedliche Kostenkategorien werden einmal nach dem Kostenverhalten bei Beschäftigungsänderungen bzw. der Kostenproportionalität abgegrenzt (vgl. Abb.). Kostenproportionalität liegt vor, wenn die relative Änderung der Kosten bei Variation der Beschäftigung gleich der relativen Änderung der Ausbringungsmenge ist. Ist die Änderung der Kosten grösser (kleiner) als jene der Beschäftigung, dann liegen überproportionale (unterproportionale) Kosten vor (Kosten- degression). Proportionale, über- und unterproportionale Kosten stellen Erscheinungsformen variabler Kosten dar. Eine weitere Charakterisierung des Kostenverlaufs nimmt man nach der Krümmung von Kostenfunktionen vor. Danach werden lineare und nichtlineare Kostenfunktionen unterschieden. Ein Kostenverlauf wird als linear bezeichnet, wenn die Grenzkosten der Kostenfunktion konstant sind. Bei veränderlichen Grenzkosten ist dagegen ein nichtlinearer Kostenverlauf gegeben. Er kann unterlinear (zweite Ableitung der Kostenfunktion ist kleiner als Null) oder überlinear (zweite Ableitung der Kostenfunktion ist grösser als Null) sein. Der Wechsel in der Krümmung gibt den Wendepunkt an. Kostenverlauf Für die quantitative Bestimmung des Kostenverlaufs hat die Kostentheorie entsprechend der Abbildung weitere Masse entwik- kelt (Kostenelastizität, Kostenreagibili- tät). Die dargestellten Masse beziehen sich auf einvariablige Kostenfunktionen mit einer einzigen Kosteneinflussgrösse. Für mehrvaria- blige Kostenfunktionen sind entsprechende Masse zur Kennzeichnung des Kostenverlaufs noch zu entwickeln (vgl. Abb. oben).   Literatur: Dlugos, G., Kostenabhängigkeiten, in: Kosiol, E. (Hrsg.), HWR, Stuttgart 1970, Sp. 883 ff. Pack, L., Die Elastizität der Kosten, Wiesbaden 1966. Schweitzer, M./Küpper, H.-U., Produktionsund Kostentheorie der Unternehmung, Reinbek bei Hamburg 1974.

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