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Liquiditätsgrad

Liquidität, Liquiditäts- kennzahlen

Liquiditätsgrade stellen das Verhältnis zwischen liquiden Mitteln verschiedener Ordnung und der Zahlungsdringlichkeit dar. Hierbei können statische und dynamische Liquiditätsgrade unterschieden werden. Die statischen Liquiditätsgrade werden für einen bestimmten Stichtag, in der Regel aufgrund der Bilanz, ermittelt. Sie sind insoweit vergangenheitsorientiert. Dabei werden in der Regel die liquiden Mittel verschiedener Ordnung den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenübergestellt, so daß sich die Barliquidität (absolute liquidity ratio), die einzugsbedingte Liquidität (quick ratio) und die umsatzbedingte Liquidität (current ratio) als Liquidität ersten, zweiten und dritten Grades ergeben. Bei den dynamischen Liquiditätsgraden wird das Verhältnis von Barbestand und Bankguthaben sowie voraussichtlichen Zahlungseingängen zu den vorausssichtlichen Zahlungsverpflichtungen einer Periode aufgrund der Finanzplanung gebildet. Sie sind insoweit zukunftsorientiert. Das Ziel der Finanzplanung ist hierbei eine optimale Liquidität.

Finanzwirtschaftliche Kennzahlen

1. Auch: Deckungsgrad. Kennzahl zur Angabe der Fähigkeit von Banken und Unternehmen, fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Vor allem: Liquidität 1. Grades, Liquidität 2. Grades, Liquidität 3. Grades. Allg. gilt, dass die Liquiditätssituation um so positiver einzuschätzen ist, je grösser die Kennzahlen sind. Andererseits kann dies - negativ einzuschätzen - zu stark zu Lasten der Rentabilität gehen. Es besteht hier somit ein Optimierungsproblem. 2. Meist als Kennzahl ausgedr. Geldnähe von Vermögensgegenständen bzw. für ihre Liquidisierbarkeit, d. h. für die Schnelligkeit, mit der - soweit nicht schon primärliquide Mittel - sie in solche umgewandelt werden können. So werden als Liquiditätsgrade primär-, sekundär- und manchmal auch tertiärliquide Mittel unterschieden; ansonsten gibt es schwer liquidisierbare und illiquide Gegenstände.

Kennziffern zur Beurteilung der kurzfristigen Liquidität von Unternehmen. Zu unterscheiden sind:
1. Liquidität ersten Grades: Zahlungsmittel im Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten;
2. Liquidität zweiten Grades: Umlaufvermögen abzüglich Lagerbestand dividiert durch kurzfristige Verbindlichkeiten;
3. Liquidität dritten Grades: Umlaufvermögen dividiert durch kurzfristige Verbindlichkeiten.

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