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Mini-Testmarkt

(eigentlich: Mini-Markttest) Testverfahren zur Prüfung der Marktchancen von neuen Produkten. Wie die Testmarktsimulation ist er eine zeit- und kostensparende Alternative zum Markttest. Der Mini-Testmarkt bildet eine Kombination aus Store-Test und Haushaltspanel. Das in der Bundesrepublik angewendete ERIM-Panel der GfK (Nürnberg) umfasst fünf Supermärkte mit jeweils rund 600 Panelhaushalten aus deren Umfeld. Die Geschäfte sind mit speziellen Registrierkassen ausgestattet, mit deren Hilfe die Kenn- Nummern der Panelmitglieder und deren Käufe in der interessierenden Produktklasse erfasst werden können. Alle Panelhaushalte erhalten kostenlos eine Programmzeitschrift, in die Anzeigen für das Testprodukt einmontiert sind. Eine andere, ältere Form des Mini-Test- marktes, die in England entwickelt wurde, arbeitet mit Verkaufswagen, die die Panelhaushalte beliefern, sowie Katalogen, nach denen diese bestellen. Wie bei der Testmarktsimulation kann nur die Akzeptanz des Testproduktes bei Konsumenten, nicht aber beim Handel geprüft werden. Gegenüber der Testmarktsimulation bietet der Mini-Testmarkt eine realistischere Einkaufssituation. Im Nachteil ist er ihr gegenüber insofern, als die werbliche Unterstützung des Testproduktes nur schwach ist (keine Fernsehwerbung), die Erhebung mehr Zeit beansprucht und, da die Testgeschäfte allgemein bekannt sind, keine Geheimhaltung des Produktes gegenüber den Konkurrenten möglich ist. Eine Weiterentwicklung des Mini-Test- markts ist der elektronische Testmarkt.   Literatur: Hüttner, M., Grundzüge der Marktforschung, 4. Aufl., Berlin u. a. 1989, S. 302.

dient wie der regionale Testmarkt (Markt­experiment) der Überprüfung von Marke­tingmaßnahmen unter realistischen Bedin­gungen. Vom regionalen Testmarkt (z.B. Bundesland als Marktgebiet) unterscheidet er sich v. a. durch die Größe des Marktge­biets, da Mini-Testmärkte sich auf kleinere Städte oder einzelne Stadtteile konzentrie­ren. Erwähnenswert sind die Mini-Testmärkte der GfK (sog. ERIM-Testmärkte), in denen zu testende Produkte in mehreren Einzel­handelsgeschäften des Ortes plaziert werden können. Neben Verkaufsförderungsmaß­nahmen werden auch Anzeigen getestet, die in Publikumszeitschriften eingefügt werden. Die Datenerhebung erfolgt schriftlich bei ei­nem eigens dafür eingerichteten Test- marktpanel. Eine weitere Variante der GfK- Mini-Testmärkte ist das Behavior-Scan. A. C.Nielsen bietet demgegenüber einen „Kontrollierten Markttest“ an. Hier kann das Testprodukt in 10 bis 30 Super- und Ver­brauchermärkten eingeführt werden. Die Datenerhebung (Abverkäufe) erfolgt alle zwei bis drei Wochen per Inventur, teilweise über Scanning. Als elektronischen Mini- Testmarkt bietet A. C. Nielsen zusätzlich Teleriman. Mini-Testmärkte haben gegenüber Labor­tests den Vorteil größerer Realitätsnähe, ge­genüber regionalen Testmärkten lassen sie sich schneller und billiger abwickeln, Stör­faktoren können besser kontrolliert werden, und die Ergebnisse werden vor der Konkur­renz geheim gehalten. Andererseits beruhen die Testergebnisse auf relativ kleinen Stich­proben, und die Händlerreaktion, die aus­schlaggebend für den Markterfolg ist, kann nicht überprüft werden.     

Literatur:  Böhler, H., Marktforschung, Stuttgart u.a. 1985, S.49-51. Hammann, P.; Erichson, B., Marktforschung,
2. Aufl., Stuttgart 1990, S. 182— 183,S. 187-190.

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