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Mode

ist eine in kürzeren Zeitabständen wechselnde Gestaltung der äußeren Erscheinung von Waren (z.B. Farbe, Linienführung, Ornamente usw.). Sie wird vorgenommen, um »Ersatzbeschaffung vor Verschleiß« zu erreichen, siehe auch Obsoleszenz. Klassisches Beispiel ist die Mode in der Bekleidung. Nicht zu verwechseln mit Stil.

In der Wirtschaftssoziologie: (engl.) Modus

(von modus = Art und Weise) Präferenz­wandel, der sich schneller als ein Stilwandel vollzieht. So spricht man z.B. vom Stil der 50 er Jahre (Nierentisch-Ära), aber von der aktuellen Herbst- oder Wintermode. Merk­male dieses Begriffs sind weiterhin, dass sich nur periphere Verhaltensformen und keine Einstellungen verändern, und dass größere Bevölkerungskreise diesen Wandel mit­tragen. Moden gibt es nicht nur bei der Bekleidung und der Sphäre des Outfits (Modemarketing), auch in Bereichen der Ernährung und der Gebrauchsgüter (man spricht dann gelegentlich von „Wellen“) werden die Zyklen des Wandels für Marke­tingstrategien genutzt. Für die Produktgestaltung ergeben sich beim Thema Modeänderungen drei Kernfra­gen: Erstens muss das sog. Variationssubstrat ge­klärt werden. Hierunter versteht man die Analyse der materialen Basis eines Produk­tes, die für schnelle, unproblematische Ver­änderungen überhaupt in Frage kommen. Insb. die Gestaltungsmittel Oberfläche und Farbe haben sich als Basis für modegelenkte Veränderungen bewährt. Weniger geeignet sind Wandlungen der Konstruktions- oder Funktionsprinzipien, da hier tiefere Eingrif­fe in die Produkttechnik erfolgen müssen. Zweitens muss die Ausbreitung der Mode, d.h. die horizontale und vertikale Verbrei­tung untersucht werden (s.a. Diffusions­prozeß). Während früher die Trickle-down- Theorie (Tröpfchenmodell) viele Phänomene erklärte, muss die Akzeptanz von modischen Produkten heute durch differenziertere Mo­delle, z. B. Spiralmodelle, Explosionsmodel­le oder Modelle der konzentrischen Kreise etc., erfaßt werden. Besonderes Augenmerk hat man in neuester Zeit schließlich der Aufdeckung von Mode­zyklen gewidmet. Farb- und Formzyklen wurden im Hinblick auf die Akzeptanzlänge und Diffusionstiefe näher analysiert. So konnte z. B. dokumentiert werden, dass die Farbnuancen sich zyklisch wiederholen; auch die Silhouetten bei der Bekleidung wie­derholen sich in regelmäßigen Abständen. Literatur; Giffhorn, H., Modeverhalten, Köln 1974. König, R., Menschheit auf dem Laufsteg, München, Wien 1985. Koppelmann, U., Produkt­marketing, 3. Aufl., Stuttgart u.a. 1989. Wiswede, , Theorien der Mode aus soziologischer Sicht, in: Specht, K. G.; Wiswede, G., Marketing-Sozio­logie, Berlin 1976, S. 187-206.

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