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Neobehaviorismus

[s.a. Konsumenten-verhalten] Der Neobehaviorismus stellt eine Weiterentwicklung des Behawrismus dar. In Ergänzung der SR-Modelle wird von zwei Variablenklassen ausgegangen, den beobachtbaren Variablen und den intervenierenden Variablen, Die beobachtbaren Variablen sind die - bereits in den SR-Modellen enthaltenen - Stimuli, die auf den Organismus einwirken, sowie die beobachtbaren Reaktionen (Response). Mit Hilfe der zweiten Kategorie von Variablen, den intervenierenden Variablen, soll die so genannte Black-Box beschrieben werden. Bei den intervenierenden Variablen handelt es sich um theoretische Konstrukte für die Erklärung der Vorgänge innerhalb des Organismus. Das System der intervenierenden Variablen besteht nach Kroeber-Riel (1974, Sp. 160f.; Kroeber-Riel/Weinberg, 1999) aus aktivierenden Prozessen wie Emotion, Motivation und Einstellung sowie kognitiven Prozessen wie Wahrnehmung, Entscheidung und Lernen (Injormationsverarbeitungssystem).

Die beobachtbaren und die intervenierenden Variablen werden im SOR- bzw. SIR-Modell miteinander verknüpft. Nach diesem Modell wird das Verhalten als beobachtbare Reaktion nicht unmittelbar durch das Auftreten von beobachtbaren Reizen erklärt, sondern mit Hilfe des Konzeptes der intervenierenden Variablen und Prozesse.

Die intervenierenden Variablen müssen allerdings für eine Messung wieder mit beobachtbaren Reizen oder Reaktionen in Verbindung gebracht werden; ihre Messung erfolgt anhand von Indikatoren.

In der Wirtschaftssoziologie: eine liberalisierte Form des Behaviorismus, die unter grundsätzlicher Beibehaltung der erfahrungswissenschaftlichen Orientierung den rigorosen Operationalismus des Behaviorismus aufgibt, indem die theoretische Verwendung von nicht unmittelbar in Beobachtungsdaten auflösbaren intervenierenden Variablen und hypothetischen Konstrukten (z.B. des Begriffs der Erwartung) zugestanden wird.

Behaviorismus

theoretischer Ansatz, nach dem es zwischen den beobachtbaren Reizen der Umwelt und dem beobacht­baren Verhalten  intervenierende psychische Prozesse gibt. Dem Neobehaviorismus liegt das  S-0- R-Modell zugrunde, siehe auch Konsumentenverhalten.

In der Psychologie ist der Neobehaviorismus die Weiterentwicklung des auf John B. Watson zurückgehenden - Beha­viorismus durch Einfügung von als - intervenie­rende Variablen fungierenden hypothetischen Konstrukten wie etwa Antrieb, Intelligenz, Erwar­tung, Einstellung usw. in die ursprünglichen S-R-Modelle, und deren Ausweitung zu S-O-R-Modellen, in denen auch die Wirkung nichtbeobachtbarer Vorgänge berücksichtigt wird. Die S-I-R- und - S-O-R-Modelle des Neo­behaviorismus gehen davon aus, dass ein Stimu­lus (S) auf einen Organismus (0) trifft und dass dabei sowohl die Stimulusfaktoren wie die Orga­nismusfaktoren die Reaktion (R) des inneren (I) oder des äußeren Verhaltens bewirken.

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