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S-O-R-Modelle

Stimulus-Organismus-Reaktions-Modelle der neobehavioristischen Schule (Beha­viorismus) versuchen die Grenzen und Mängel der S-R-Modelle zum Käu­ferverhalten zu vermindern, indem sie differenzierte Annahmen über das individu­elle Verhalten machen und die unterschiedli­che Wahrnehmung eines Stimulus durch verschiedene Personen berücksichtigen. Be­trachtet werden nun insbesondere die nicht sichtbaren Verarbeitungsprozesse im Orga­nismus. Diese, die Verbindung zwischen Sti­mulus und Reaktion herstellenden Prozesse, bezeichnet man auch als hypothetische Konstrukte oder intervenierende Variab­le. Sie beeinflussen die Reaktionen bzw. das Verhalten des Käufers und werden meistens in drei Hauptgruppen eingeteilt: Die kogniti­ven Variablen (Wahrnehmen, Denken, Ler­nen), die motivationalen Variablen (Motiva­tion, Einstellung) und die soziologischen Faktoren. Zu den einfachen S-O-R-Modellen zählen die Stufenmodelle der Werbe­wirkung. Komplexere und modernere sind das Werbewirkungsmodell nach Steffenha­gen (Werbewirkungsmodelle) und das Modell der Wirkungspfade.

Modell des Neobehaviorismus, d.h. eine Weiterentwicklung des Behaviorismus und des dort entwickelten S-R-Modell . Menschliches Verhalten wird als Reaktion (R) auf externe Stimuli (S) verstanden, die im Organismus (O) verarbeitet werden. Als Organismus wird hierbei die Gesamtheit der individuellen intervenierenden Variablen gesehen. Intervenierende Variablen sind die zwischen Stimuli und Reaktionen vermittelnden aktiven Prozesse (Emotion, Motivation und Einstellung) und kognitiven Prozesse (Wahrnehmung, Entscheidung und Lernen), die jedoch der direkten Beobachtung nicht zugänglich sind, sondern durch Rückschluss von bestimmten Ausprägungen des beobachtbaren Verhaltens angenommen werden. Es handelt sich bei intervenierenden Variablen also um hypothetische Konstrukte.

gilt als Kernstück der behavioristisch bzw. neobehavioristisch orientierten Psychologie und dient als häufigstes implizites Modell der Arbeitspsychologie. Ein Reiz (Stimulus S) trifft auf einen Organismus (0) und bewirkt eine Reaktion (R). Frühere Ansätze kümmerten sich nicht um die sog. intervenierende Organismusvariable 0: Ein Reiz (S) bewirkte eine Reaktion (S R). Das S-O-R-Modell wird erweitert durch Einbeziehung der Konsequenzen (C), die auf die Reaktion folgen: positive (C+) oder negative (C—). Durch positive Konsequenzen (Belohnungen) erhöht sich die Auftretenswahrscheinlichkeit der vorausgegangenen Reaktion; über die Rolle negativer Konsequenzen (Bestrafungen) besteht keine Einigkeit. Dieses erweiterte S-O-R-Modell bildet die Grundlage für die sog. instrumentelle Konditionierung, das "Lernen am Erfolg" (Informationsverarbeitung).                 

Abk. für   Stimulus-Organism-Response-Modell, auf dem Neobehaviorismus basierendes Modell, bei dem zwischen Reiz und Reaktion intervenierende Variablen berücksichtigt werden (auch S-I-R-Modell genannt). Siehe auch   Konsumentenverhalten (mit Literaturangaben).

(Stimulus-Organismus-Reak­tions-Modell): Im Gegensatz zu den - S-R-Mo­dellen des Behaviorismus, in denen die Vor­gänge innerhalb von Organismen als Black-Box betrachtet werden und folglich davon ausgegan­gen wird, dass Begriffe wie Bewußtsein, Antrieb, Erwartung, Intelligenz usw. nicht der Beobach­tung zugänglich sind, fügen die S-O-R-Modelle des Neobehaviorismus in die traditionellen Black-Box-Modelle als - intervenierende Variablen hypothetische Konstrukte wie Denken, Wahrnehmung, Emotion, Einstellung,
- Motivation usw. zur Erklärung der Vorgänge innerhalb der Organismen ein. Im Gegensatz zu den allein von der Beobachtung der Stimuli (Rei­ze) und den durch sie ausgelösten Reaktionen ausgehenden S-R-Modellen, gehen die S-O-R­Modelle von zwei Klassen von Wirkvariablen, den beobachtbaren Stimuli und den nicht beob­achtbaren intervenierenden Variablen bzw. hypo­thetischen Konstrukten aus. Dementsprechend werden nach diesem Erklärungsschema beob­achtbare Reaktionen nicht direkt durch das Ein­treten eines beobachtbaren Stimulus, sondern zusätzlich durch den zwischen Stimulus und Re­aktion auftretenden intervenierenden psychi­schen Prozess erklärt. Gemessen werden dabei die intervenierenden Variablen mit Hilfe von Indikatoren.
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