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Normalkosten

(1) Normalkosten als statistische Mittelwerte ergeben sich aus den Istkosten mehrerer früherer Abrechnungsperioden. Normalkosten sind also Durchschnittswerte, denen der normale, durchschnittliche Verbrauch an Kostengütern zugrunde liegt.

(2) Die Aussagefähigkeit einer Normalkostenrechnung läßt sich steigern, wenn man bei der Festlegung der Durchschnittswerte, der Normalkosten, inzwischen eingetretene Veränderungen der Kostenbestimmungsfaktoren, etwa gestiegene Rohstoffpreise, berücksichtigt. Man spricht dann von aktualisierten Mittelwerten.

Problem:
(1) Die Normalisierung der Kosten muß nicht sämtliche Kostenelemente erfassen, sie kann unterschiedlich weit gehen. Schon bei der Istkostenrechnung werden Teile der Kosten als Normalkosten erfaßt: Die häufig gewählte lineare Abschreibung erfolgt Jahr für Jahr, und zwar unabhängig von der Nutzungsintensität. Um ständigen Schwankungen innerbetrieblicher Verrechnungssätze aus dem Wege zu gehen, rechnet man in der Praxis gern mit normalen Verrechnungspreisen. Neben die Normalisierung der Preise kann noch die Normalisierung der Mengen treten.

(2) Nach Ablauf einer Periode muß man feststellen, ob die angenommenen Normalkosten ausreichen, um die später tatsächlich angefallenen Istkosten zu decken. Da Normal- und Istkosten nur zufällig übereinstimmen, erhält man im Regelfall Kostenüber- und unterdeckungen:

Kostenüberdeckung = Normalkosten > Istkosten

Kostenunterdeckung = Normalkosten < Istkosten

Normalkosten als statische Mittelwerte: Normalkosten wurden früher gebildet, indem man aus den Istkosten einer Kostenstelle für mehrere vergangene Abrechnungsperioden einen Durchschnittswert ermittelte, wobei nur extreme Werte ausgeschaltet wurden. Die Division dieses Durchschnittswerts durch die Summe der Kalkulationsbezugsgrößen ergab die betreffenden Normalkostensätze. Der so errechnete statische Mittelwert berücksichtigte keine Veränderungen der Kostenstruktur.

Normalkosten als aktualisierte Mittelwerte: durch eine Angleichung an gegenwärtige oder zukünftig zu erwartende Kostenbestimmungsfaktoren wurden die Normalkosten zu korrigierten Durchschnittswerten, die auch Kostenstrukturveränderungen berücksichtigen. Da man immer mehr versuchte, künftige Kostenverhältnisse in die Normalkosten aufzunehmen, kann man sie als aktualisierte Mittelwerte aus den Istkosten vergangener Abrechnungsperioden bezeichnen, die als Plan-, Soll- oder Richtwerte dienen. Normalkostenrechnung

Normalkosten sind ein Mittelwert der in der Vergangenheit angefallenen Istkosten. Sie enthalten damit auch die aufgrund von Fehldispostion und/oder Unterbeschäftigung aufgetretenen Mehrkosten.

Normalkosten werden aus Istkosten vergangener Perioden hergeleitet. Sie werdenermittelt, indem man den Durchschnitt aus den für einen bestimmtenBezirk (z. B. eine » Kostenstelle) oder einen Kostenträger in gleicher Weise sachlich und zeitlich abgegrenzten Istkosten verschiedenerZeiträume bildet. Voraussetzung der Durchschnittsbildung ist eine Vergleichbarkeit der jeweiligen Istkosten. Dies bedeutet, daß die Kosteneinflußgrößen keine starken Schwankungen aufweisen sollten. Andernfalls müßte ihr Einfluß auf die Höheder Normalkosten erfaßt werden. In Systemender Normalkostenrechnung gibt man diese Kosten den Kostenstellen vor. Sie sind als Vorstufe zu Plankostenanzusehen.

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