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Robertson-Lag

Annahme, dass die Konsumgüternachfrage nur mit einer Verzögerung von einer Periode auf eine Einkommenserhöhung reagiert. Denise H. Robertsons eigene Begründung war, dass Einkommenszahlungen am Ende der Periode erfolgen und daher erst in der nächsten. Periode zum Konsum verwendet werden können. Andere Gründe für eine verzögerte Konsumreaktion wie z. B. institutionelle Hemmnisse (Suche nach einer grösseren Wohnung erst nach Auslaufen des Mietvertrages) oder psychologische Faktoren (erst bei anhaltend erhöhtem Einkommen passt man seinen Konsum an) führen eher zu einem verteilten lag und leiten über zur relativen Einkommenshypothese.      Literatur: Ackley, G., Macroeconomics. Theory and Policy, New York u.a. 1978.

auf Dennis H. ROBERTSON (1926) zurückgehender Vorläufer der - relativen Einkommenshypothese. Die lag-Hypothese geht von der Überlegung aus, dass aufgrund institutioneller Gegebenheiten eine Zeitdifferenz zwischen Verdienen und Verfägbarwerden des Einkommens besteht. Für das Konsumverhalten wird daraus gefolgert, dass die im Zeitpunkt (t-1) vereinnahmten Einkommen (Y,_,) erst nach einer Zeitperiode, deren Länge empirisch ermittelt werden muß, im Zeitpunkt (t) zu Konsumausgaben (C,) benutzt werden. Als Konsumfunktion könnte z.B. verwendet werden: C, = a + b • Y,_,. Modifizierungen des ROBERTSON-lags beinhalten die Thesen, dass zumindest langfristig die Konsumausgaben vom Einkommen der laufenden und der vergangenen Periode abhängen, weil sich die Konsumenten nur langsam dem augenblicklichen Einkommensniveau anpassen, oder dass nur das Profiteinkommen, nicht jedoch das Lohneinkommen mit Verzögerung auf die Konsumausgaben wirkt. Kritik wird am ROBERTSON-lag geübt, weil sich seine Dauer nicht eindeutig empirisch ermitteln läßt und dadurch die verzögerte Wirkung von Einkommensänderungen auf den - Konsum nur oberflächlich und zu allgemein berücksichtigt wird. Mit der - relativen Einkommenshypothese wird versucht, diese Verzögerungswirkungen konkreter zu fassen. Literatur: Allen, R.G.D. (1972)

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