Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Soziologie

Lehre von der Gesellschaft. In konkreterem Sinne befasst sich Soziologie mit sozialen Strukturen und sozialem Verhalten. Soziale Strukturen sind einerseits soziale Gebilde (z. B. Organisationen, Haushalte, Betriebe etc.), andererseits bestimmte Merkmalsverteilungen (z. B. Bevölkerungsstruktur, die soziale Schichtung, die Alterspyramide etc.). Unter sozialem Verhalten versteht man entweder gesellschaftlich geprägtes Verhalten (etwa Einflüsse der Familie auf das Verhalten im Sozialisationsprozess) oder sozial orientiertes Verhalten (sog. soziales Handeln), das auf andere Handlungen bezogen, in seinem subjektiven Sinn auf andere gerichtet und an ihnen orientiert ist. Die Hauptströmungen soziologischen Denkens orientieren sich am methodologischen Individualismus oder am methodologischen Kollektivismus. Für den erstgenannten Ansatz stehen die handelnden Individuen (sowie die Beziehungen zwischen ihnen) im Vordergrund (verhaltenstheoretische Soziologie, ökonomischer Ansatz in der Soziologie, symbolischer Interaktionismus). Für die kollektivistische Perspektive sind kollektive Einheiten (z. B. Gesellschaften, Systeme) primärer Gegenstand der Soziologie (Neo-Marxismus, Funktionalismus, Systemtheorie). Die kollektivistische Betrachtungsweise etwa der modernen Systemtheorie verhindert vielfach eine Annäherung an die Ökonomie, die von Hause aus meist einen individualistischen Erklärungsansatz bevorzugt. Demgegenüber bietet das ökonomische Paradigma ("rational choice") innerhalb der individualistischen Tradition der Soziologie zahlreiche Berührungspunkte und Gemeinsamkeiten, indem versucht wird, mehr oder weniger komplexe Nutzentheorien auch für ausserökonomische sozialwissenschaftliche Fragestellungen anzuwenden. Die Soziologie findet im Bereich der Wirtschaft (Wirtschaftssoziologie) in sehr viel 1 1950 bis 1959 ohne Saarland 2 Bis 1969 durchschnittliche Beitragssätze für Mitglieder mit sofortigem Anspruch auf Barleistungen; ab 1970 durchschnittlicher Beitragssatz für Mitglieder mit Entgeltfortzahlungsanspruch für mindestens 6 Wochen 3 Soweit es nicht die jeweilige Beitragsbemessungsgrenze überschreitet. Für die Arbeitgeberbeiträge gelten die gleichen Sätze mit Ausnahme der KnRV (Arbeitgeberbeitrag: am 1. 1. 1990 15,1 %) fältiger Form Eingang. Hier ist eine Reihe von "Bindestrich-Soziologien" entstanden, die bestimmte Teilbereiche abdecken: Betriebssoziologie, Organisationssoziologie, -Industriesoziologie, Agrarsoziologie —Marktsoziologie, —Arbeitssoziologie, Berufssoziologie u. a.   Literatur: Wiswede, G., Soziologie. Ein Lehrbuch für den wirtschaftswissenschaftlichen Bereich, Landsberg am Lech 1991.

Vorhergehender Fachbegriff: Soziographie | Nächster Fachbegriff: Soziologie der Marktbeziehungen



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Bilanzkonto | Festgeld | Good Case-Szenario

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2017 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon