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Betriebssoziologie

befasst sich mit sozialen Strukturen und sozialem Verhalten im Betrieb. Die Betriebssoziologie entstand in der Mitte des 19. Jh. und führte unter dem Eindruck der zunehmenden Industrialisierung zu ersten betriebssoziologischen Fragestellungen. Die "Entdeckung" des "menschlichen Faktors" im Betrieb führte zu einer Ausweitung der ökonomischen und technologischen Perspektive und fand ihren ersten Höhepunkt in der Analyse betrieblicher Gruppenprozesse im Anschluss an die Hawthorne-Experimente (Haw- thorne-Effekt). In der Gegenwart zeichnet sich eine Metamorphose der Betriebssoziologie ab, deren wichtigste Aspekte darin bestehen, diese Disziplin in den grösseren Rahmen der Organisationssoziologie oder aber der Industriesoziologie - unter möglicher Ausgliederung der Arbeitssoziologie - zu stellen, so dass Betriebssoziologie heute vielfach auch als Teil der Organisationssoziologie verstanden wird. Die wichtigsten Themenbereiche sind dabei: •   die betriebliche Umwelt (soziale, politische, wirtschaftliche Umwelt), vor allem auch ihre Marktverflechtung; •   die betriebliche Sozialstruktur (formelle und informelle Strukturen), vor allem auch die Macht- und Hierarchiestruktur; •   das betriebliche Sozialverhalten (Aspekte zielgerichteten Verhaltens, Konflikte im Betrieb, gruppengeprägtes Verhalten, Probleme der Führung, Partizipation und Mitbestimmung). Unter dem Einfluss der Organisationssoziologie wird neuerdings dem externen Aspekt (Wechselbeziehungen zwischen Betrieb und Umwelt) vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Im internen Bereich kommen verstärkt systemtheoretische Ansätze zur Geltung; demgegenüber geraten Themenbereiche wie betriebliche Konflikte sowie überwiegend sozialpsychologische Aspekte des Gruppenverhaltens in den Hintergrund, z.T. werden sie in andere Disziplinen abgedrängt (hier vor allem in die sozialpsychologisch orientierte Organisationspsychologie).              Literatur: v. Beckerath, P. G./Sauermann, PJWis- wede, G. (Hrsg.), Handwörterbuch der Betriebspsychologie und Betriebssoziologie, Stuttgart 1981.

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