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Wachstumsprogrammierung

Wachstumsplanung

bestimmt die erforderliche - Investitionsquote nach Vorgabe eines quantifizierten Ziels für das wirtschaftliche - Wachstum und nach Maßgabe des marginalen - Kapitalkoeffizienten. Mit Hilfe von - Input-Koeffizienten und Branchenkapitalkoeffizienten werden die Investitionen in den einzelnen Branchen ermittelt, die erforderlich sind, um das gesamtwirtschaftliche Wachstumsziel zu erreichen. Die Investitionsziele der einzelnen Branchen können indirekt durch sektoral differenzierte Subventionen und Steuern sowie selektive Kreditpolitik, direkt durch Investitionsgebote und -verbote sowie staatliche Investitionen angestrebt werden. Bei der rein indikativen - Planung hofft der Staat, dass sich die Unternehmen aufgrund der Überzeugungskraft des Wachstumsplans plankonform verhalten. Besprechungen zwischen Unternehmern und Regierungsvertretern sollen die betrieblichen Investitionspläne den staatlichen Branchenplänen anpassen. Die planification in Frankreich entsprach bis zur Mitte der 60er Jahre, die Wirtschaftsplanung in Großbritannien von 1963 bis 1969 in etwa der Wachstumsprogrammierung. Entwicklungsländer bedienen sich häufig der Wachstumsprogrammierung, um ihre Unterentwicklung zu überwinden. Die Problematik der Wachstumsprogrammierung besteht darin, dass die entscheidenden Bindeglieder zwischen Investition und Wachstum, nämlich die Branchen-und gesamtwirtschaftlichen marginalen Kapitalkoeffizienten sowie die Input-Output-Koeffizienten, im Zeitablauf nicht konstant sind und ihre Änderung nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung nicht mit ausreichender Sicherheit vorhergesagt werden kann. Daher werden die Wachstumsziele selbst dann im allg. nicht erreicht, wenn es dem Staat gelingt, durch indirekte oder direkte Investitionslenkung die Investitionspläne zu erfüllen. Eine Kombination von Wachstumsprogrammierung und Planung der Wachstumsbedingungen ist problematisch, da die staatliche Investitionslenkung und die Investitionsabsprachen zwischen Unternehmen einer Branche den Wettbewerb beeinträchtigen. Literatur: Eisenmann, R. (1977). Lutz, V. (1973)

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