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Adverse Selection

Form eines Konflikts im Rahmen von   Principal-Agent-Konflikten.

beschreibt ein Phänomen, demzufolge auf Märkten, auf denen die - Informationen bezüglich der Qualität von Gütern oder Tauschpartnern asymmetrisch verteilt sind, vornehmlich qualitativ schlechtere Güter getauscht werden bzw. ein überwiegender Teil der Erlöse aus Verträgen mit qualitativ schlechteren Tauschpartnern resultieren. Derartige Phänomene waren schon frühzeitig bekannt. Bekanntestes Beispiel stellt das GRESHAMsche Gesetz dar, wonach von zwei konkurrierenden Währungen mit unterschiedlicher stofflicher Qualität (z.B. Gold und Silber) die qualitativ schlechtere Währung die bessere aus dem Markt drängt. George AKERLOF (1970) hat die Bedeutung von Informationsasymmetrien für das Auftreten adverser Selektionsphänomene herausgearbeitet, und zwar am Beispiel des Gebrauchtwagenmarkts. Adverse Selektion stellt eine Ursache für - Kreditrationierung dar und tritt v.a. auf Versicherungs- und Arbeitsmärkten auf. So ist etwa ein auf der Basis von Sterbetafeln erstellter Lebensversicherungsvertrag, der also von den durchschnittlichen Risiken der Gesamtbevölkerung ausgeht, für die Versicherungsgesellschaft ungünstig, sofern die Versicherungsnehmer eine beträchtliche Subpopulation mit höherem Risiko bilden. Adverse Selektion bildet einen Spezialfall des Konzepts der »hidden information«, in welcher ein Vertragspartner mehr Informationen über die Realisierung gewisser Zufallsvariablen besitzt als ein anderer. So kennt ein Versicherungsnehmer seinen Gesundheitszustand besser als der Versicherer. Auch hat ein Arbeitgeber nicht dieselbe Kenntnis der Fähigkeiten eines Arbeitnehmers wie dieser selbst. Diese Tatsache wirft Probleme bei der Gestaltung eines geeigneten Vertrages auf (- Prinzipal-Agent-Modelle, - Anreizsysteme). Die Struktur der »hidden information« ist selbst ein Spezialfall der fast in sämtlichen Problemen ökomnomischer oder sozialer Interaktion relevanten asymmetrischen Information der beteiligten Akteure. Literatur: Varian, H.R. (1992). Aasmusen, E. (1989)

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