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Ergebnisquellenanalyse

Ergebnis, der im Rahmen einer   Bilanzanalyse meist durchführten Aufbereitung des Analysemateri­als. Zugleich Teil der strukturellen Ergebnisanalyse. Die Ergebnisquellenanalyse geht von der Gewinn-und Verlustrechnung aus, in der regelmässig bereits eine nach Ergebnisquellen gegliederte Darstellung des Periodenergebnisses erfolgt (Jahresabschluss nach deutschem Recht,  Internationale Rech­nungslegung nach IFRS,  Abschlusserstellung nach US-GAAP). Die dabei praktizierte Form der Erfolgsspaltung kann jedoch dahingehend kritisiert werden, dass in den einzelnen Ergebnisbereichen auch Erträge und Aufwendungen enthalten sein können, die nicht regel­mässig anfallen, bilanzpolitisch motiviert sind (Bilanzpolitik) oder als betriebsfremd anzusehen sind. In besonderem Masse trifft diese Kritik auf die Rechnungslegung nach IAS/IFRS (Internationale Rech­nungslegung nach IFRS) und nach US-GAAP (Abschlusserstellung nach US-GAAP) zu, weil dabei — nach den jüngsten Reformen — kein Ausweis eines ausserordentlichen Ergebnisses mehr statthaft ist. Aber auch an dem bei Rechnungslegung nach HGB (Jahresabschluss nach deutschem Recht) grundsätzlich möglichen bzw. gebotenen Ausweis eines ausserordentlichen Ergebnisses wird bemängelt, dass die hierfür in Frage kommenden Ergebniskomponenten aus Sicht der   Bilanzanalyse zu eng definiert sind. Vor diesem Hintergrund geht es bei einer Ergebnisquellenanalyse i.W. darum, Ergebniskomponenten, die unter vergleichsweise konstanten Bedingungen auch in Hinkunft erwartet werden können, von un­regelmässig auftretenden, nicht planbaren Komponenten zu trennen. Kriterien, die hierfür herangezogen werden können, sind:
(1) Nachhaltigkeit;
(2) Betriebszugehörigkeit;
(3) Periodenbezogenheit. Vor allem bei externer Bilanzanalyse (Bilanzanalyse, externe) stellt sich dabei regelmässig das Problem, dass die verfügbaren Informationen nicht für eine zweifelsfreie Klassifikation sämtlicher Ergebnisbe­standteile und deren Zusammensetzung ausreichen. In diesen Fällen muss man sich mit pauschalen oder typisierenden Betrachtungen behelfen. Siehe auch  Balanced Scorecard und   Kennzahlen, wertorientierte, jeweils mit Literaturangaben.

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