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Nationaleinkommen

(Sozialprodukt) in die - Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung eingebettetes Mass für die grundsätzlich auf Gütermärkten erbrachte wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Konzeption und Meßgenauigkeit sind umstritten, sie hängen jedenfalls nachdrücklich von der Verfügbarkeit geeigneter Basisdaten ab. Die mit der Größe verfolgten Zielsetzungen werden aber gleichwohl im wesentlichen erreicht. Das Nationaleinkommen kann unter drei kreislauftheoretischen Gesichtspunkten ermittelt und dargestellt werden: nach dem Entstehungs-, Verteilungs- und Verwendungszusammenhang.
Nationaleinkommen Wichtige Begriffspaare sind: a) Inlands-/Inländerprodukt: Unterscheidung nach Maßgabe der Produktion im Inland bzw. der Beteiligung von Inländern an der Produktion im In- und Ausland. Kriterium sind die grenzüberschreitenden Erwerbs- und Vermögenseinkommen. Bei den Einkommen aus unselbständiger Arbeit werden im wesentlichen nur die Einkommen der Pendler, nicht diejenigen der Gastarbeiter, gezählt. b) Bruttonational/Nettonationalprodukt: Unterscheidung nach Maßgabe der Wertminderung des reproduzierbaren Anlagevermögens im Laufe der Periode durch Verschleiss und wirtschaftliches Veralten, erfaßt durch Abschreibungen. c) Nationaleinkommen zu Marktpreisen/ zu Faktorpreisen: Unterscheidung nach Maßgabe der (ihrer Intention nach über-wälzbaren) indirekten Steuern und zur Beeinflussung der Preise oder zur Stützung von Produktion und Einkommen an Unternehmen geleistete Subventionen. d) Nationaleinkommen in jeweiligen Preisen/in konstanten Preisen: Nominale und reale Rechnung, letztere mit dem Ziel, mengenmäßige Veränderungen zu erfassen. Setzt man die beiden Größen ins Verhältnis zueinander, gelangt man (mit 100 multipliziert) zum - Preisindex für das Bruttonationalprodukt. Das Konzept des Nationaleinkommens ist primär auf die Erfassung von marktmäßig erbrachten Leistungen ausgerichtet; es kann, wenn überhaupt, nur mit großen Einschränkungen als Wohlstandsmaßstab dienen. Wünschenswert wäre deshalb eher eine noch stringentere Orientierung der Konzepte der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen auf Markttransaktionen, doch gleichzeitig deren Ergänzung (z.B. um wohlfahrtsrelevante Vorgänge) im Rahmen von Satellitensystemen (Satellitensysteme in der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung). Literatur: Haslinger, F. (1995). Brümmerhoff, D. (1995). Frenkel, M., John, K. D. (1999). Stobbe, A. (1989)

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