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Synergien

(griechisch synergia = Zusammenarbeit) treten auf, wenn der Marktwert aus der gemeinsamen Nutzung mehrerer Aktivitäten oder Ressourcen grösser ist als die Summe der einzelnen Marktwerte. Synergien haben ihre Ursache in Economies of Scale und Economies of Scope. Synergien führen zu einem Zu­rechnungsproblem der verschiedenen Outputs zum gemeinsamen Input und zu Quasi-Renten. Als Qua­si-Rente bezeichnet man die Differenz zwischen dem Wert einer Investition in der aktuellen Verwen­dung und dem Wert der Investition in der nächst besten Verwendung. Synergien bzw. Quasi-Renten begründen wechselseitige Abhängigkeitsverhältnisse und stellen die Ursache für die Existenz von Fir­men dar.

Literatur: Frost, J.. Märkte in Unternehmen. Organisatorische Steuerung und Theorien der Firma, Wiesbaden 2005; Kräkel, M.: Synergien. In: Küpper, H.-U., Wagenhofer, A. (Hrsg): Handbuch der Un­ternehmensrechnung, Stuttgart 2002, Sp. 1910-1918.

Insbesondere bei Unternehmenszusammenschlüssen als Begründung verwendeter Effekt, der ausdrücken soll, daß bei optimaler Kombination von Einzelelementen die sich ergebende Gesamtheit mehr ist als die Summe der Einzelteile.

So kann beispielsweise durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen oder Vertriebswegen ein höherer Erfolg bzw. können geringere Kosten realisiert werden (Economies of Scope).

Insbesondere in der Strategischen Planung (Strategie) und bei der Portfolioanalyse ist die Diskussion von Synergien durch die optimale Kombination von Geschäftsfeldern im Rahmen einer Diversifikation von Bedeutung.

siehe auch unter
>>> Synergieeffekt
>>> Synergiewirkung
>>> Economies of Scope
>>> synergetische Effekte

Effekt, daß eine bestimmte Kombination von Produktionsfaktoren, Investitionsobjekten oder strategischen Geschäftseinheiten höher zu bewerten ist als die Summe seiner Einzelteile. Synergieeffekte können grundsätzlich aus allen Funktionsbereichen resultieren. Besondere Bedeutung kommt den erwarteten Synergieeffekten vor allem bei der Auswahl der Strategierichtung zu. Ihre Erfassung nach Art, Ausmaß und zeitlicher Wirkung bereitet aber oft große Schwierigkeiten. Häufig wird das »Gesetz der abnehmenden Synergie « unterstellt, das bei den Marktstrategien der ProduktMarkt-Matrix der Marktdurchdringung die höchsten, der Diversifizierung die niedrigsten Synergieeffekte zuschreibt. Auch der Erfolg von Unternehmenskäufen (Mergers & Acquisitions) ist oft an die voraussichtlich zu realisierenden Synergieeffekte geknüpft. Größeneffekte, Vermeidung von Doppelarbeiten und Stärkung von Marktpositionen können zu geringeren Kosten und/oder höheren Erträgen führen als vor der Übernahme. Allerdings werden die positiven Synergiepotentiale häufig überschätzt und die Schwierigkeiten der Integration und einheitlichen strategischen Ausrichtung differierender technisch-organisatorischer Strukturen und -, Unternehmenskulturen unterschätzt.

In der Wirtschaftssoziologie: synergy, allgemeine Bezeichnung für das Zusammenwirken von Kräften in einer Richtung oder für die Gesamtkraft, die durch dieses Zusammenwirken entsteht. Gruppensynergie

Bewirken zwei oder mehr Einflußfaktoren beim Bündeln mehr als ihre additive Wir­kung bei isoliertem Einsatz, spricht man von Synergie-Effekten. Im Marketing-Manage­ment spielen Synergie-Effekte bei der Errin- gung von strategischen Wettbewerbsvor­teilen zunehmende Bedeutung. Dies ist eine Ursache für die steigende Bereitschaft zu Kooperationen und strategischen Alli­anzen, bei denen jeder Partner spezifische Fähigkeiten einbringt, die gemeinsam einen „2 + 2 = 5-Effekt“ erbringen.

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