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Überbeschäftigung

länger andauernder Nachfrageüberschuss auf dem Arbeitsmarkt, der die Tendenz zu wiederholten Lohnsteigerungen mit sich bringt. Bei Lohnflexibilität und angebots- wie nachfrageseitig fehlender Geldillusion setzt diese Tendenz bereits in kurzer Frist ein. Herrscht demgegenüber asymetrische Geldillusion - etwa nur auf seiten des Arbeitsangebots - kann auch über mittlere Frist eine über dem Gleichgewichtsvolumen liegende Beschäftigung bei "zu niedrigem" Reallohnniveau erhalten bleiben.

1. Ganz allgemein die Beschäftigung, die bei vorhandener Kapazität in der üblichen Arbeitszeit und mit der üblichen Intensität nicht mehr bewältigt werden kann, die also zeitliche, intensitätsmäßige oder quantitative Anpassungen notwendig macht.

2. In der Kostentheorie die Beschäftigung, die über dem optimalen Beschäftigungsgrad liegt: bei S-förmigem Gesamtkostenverlauf die Beschäftigung, bei der die Gesamtkosten und die Stückkosten progressiv steigen. 3. In der Plankostenrechnung manchmal als Ist-Beschäftigung bezeichnet, die über der Planbeschäftigung liegt.

Kostenabweichungen, Analyse der

Ergebnis einer Disproportionalität im Wachstum des Erwerbspersonenpotentials (Vollbeschäftigung) und des Arbeitsplatzpotentials, letzteres hauptsächlich getragen von der Dynamik der Bruttoanlageinvestitionen. Aus dieser Disproportionalität ergibt sich eine Veränderung der Kapitalintensität, die weder deren Langzeittrend noch den durch Produk- tionsverhältnisse und Faktorpreisrelationen bestimmten aktuellen Bedingungen wirtschaftlicher Effizienz gerecht wird. Infolgedessen entsteht Nachfragedruck auf dem Arbeitsmarkt. Er führt zu Lohnsteigerungen, die als Tendenz verstanden werden können, die Gleichgewichtsstörung dieses Partialmarktes zu beheben und den Knappheitsverhältnissen von Arbeit und Kapital Rechnung zu tragen. Das Ziel wird aber u.U. nicht erreicht, weil Nebenwirkungen der Lohnsteigerungen die Situation verändern: Die steigende Lohnkostenbelastung kann verstärkte Investitionsanstrengungen und der (sektoral unterschiedliche) Einkommens- und Nachfrageeffekt kann z.B. verstärkten Arbeitskräftebedarf und neue Lohnkonzessionen der Unternehmen auslösen mit der Folge einer inflationistischen Destabilisierung.

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