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Betriebsklima

Der Begriff ist nicht exakt definiert und auch wenig quantitativ messbar. Er bezeichnet eine überindividuelle, sozialpsychologische Äußerungsform, die dem unternehmerischen Kollektivleben ihr Gepräge gibt und die sich auch in den Beziehungen zwischen den Menschen in einer gewissen Grundstimmung niederschlägt.

Das Betriebsklima äußert sich als ein Zustand der Zufriedenheit oder Unzufriedenheit bei der Mehrheit der Arbeitnehmer eines Betriebes. Das Betriebsklima wird von bestimmten internen Faktoren bestimmt. Diese internen Faktoren, die die Ursache des Betriebsklimas bilden, sind beispielsweise der Führungsstil, die Informationspolitik, die Entgeltpolitik.

ist der Sammelbegriff für alle betrieblichen Einwirkungen auf den Menschen. Hierzu gehören körperliche und insbesondere psychologische Einwirkungen. Vom Betriebsklima hängt die Arbeitszufriedenheit ab. Besonders wichtig sind zwischenmenschliche Beziehungen, Arbeitsplatzgestaltung, Entlohnung und Vorgesetztenverhalten.

In der Wirtschaftssoziologie: Aspekt der informellen Struktur des Betriebes, gesehen unter der Befriedigung sozio-emotionaler Bedürfnisse der Betriebsangehörigen. Das Betriebsklima äussert sich in Einstellungen der Arbeitenden zu Betrieb, Vorgesetzten und Kollegen, zu Arbeit und Lohn. Diese subjektiven Faktoren sind ihrerseits weitgehend durch die objektiven Arbeitsbedingungen geformt und gewinnen im Betriebsklima wiederum den Charakter eines objektiven, für den einzelnen verbindlichen sozialen Tatbestandes.

durchschnittliche Arbeitszufriedenheit sowie gegenseitige Affektstruktur der Betriebsangehörigen. Dabei ist umstritten, ob der Begriff einen "objektiven" Zustand (den "Geist" des Betriebes) oder lediglich subjektive Momente umfasst. Im Hinblick auf den letzteren Aspekt ist die Analyse des Betriebsklimas weitgehend durch die Erforschung der Arbeitszufriedenheit abgelöst worden. Neuerdings - insb. unter dem Einfluss der amerikanischen Ergebnisse zur Analyse des 0rgani     sationsklimas - wird das Konzept wiederbelebt. Fraglich bleibt nach wie vor, ob - zumal bei grösseren Betrieben - überhaupt von "dem" Betriebsklima einer Unternehmung gesprochen werden kann oder ob man besser von bestimmten Klimazonen (etwa von Abteilungen oder Hierarchieebenen) ausgehen sollte.                                                       Literatur: v. Rosenstiel, L. u.a., Betriebsklima heute, München 1982.

In den 1930er Jahren entstan­den unabhängig voneinander in den USA die psychologisch orientierte - Organisationskli­ma-Forschung und in Deutschland eine soziolo­gisch orientierte Betriebsklima-Forschung.
In Deutschland beschäftigte sich als erster Goetz Briefs (1934) unter dem Stichwort “Betriebs­atmosphäre” mit dem Betriebsklima. Nach dem
2. Weltkrieg wandte sich die Industriesoziologie unter dem Einfluss der Human-Relations­Bewegung wieder verstärkt den sozialen Bezie­hungen im Betrieb zu. Am Frankfurter Institut für Sozialforschung leitete Ludwig von Friedeburg (1963) eine bedeutende Untersuchung über Be­triebsklima. In der betrieblichen Praxis wurde das Betriebsklima-Konzept eher als Human-Rela­tions-Technik und weniger als Konzept der empi­rischen Organisationsforschung angesehen.

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