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Cognitive Mapping

Hilfsmittel der Planungsm8ethodik des  0perations Research mit dem Zweck einer interpersonellen Problemanalyse; es lässt sich insb. bei den Komponenten 1 bis 7 des Planungsprozesses einsetzen. Beim Cognitive Mapping werden Personen - allein oder als Gruppe - zu einer bestimmten Problemsituation befragt und die Antworten vom Interviewer in eine Cognitive Map umgesetzt. Dies ist ein Graph (Graphentheorie), dessen Knoten bestimmte Systemmerkmale enthalten und dessen Pfeile die gegenseitigen Einflüsse zwischen den Systemmerkmalen repräsentieren. Die Cognitive Maps verschiedener Personen sind gewöhnlich nicht deckungsgleich. Unterschiede können Anlass für fachliche Auseinandersetzungen in einer Gruppe sein. Divergierende Maps können aber auch zu einer übergeordneten Map zusammengefasst werden. Die Cognitive Maps sollen nicht den Stand der Wissenschaft, sondern die subjektive Problemsicht der Teilnehmer widerspiegeln. Beispielsweise seien zwei Personen nach der volkswirtschaftlichen Auswirkung von Lohn- und Gehaltserhöhungen befragt. Beide sehen Impulse für eine verstärkte Rationalisierungsforschung und eine Durchsetzung von Rationalisierungsmassnahmen (vgl. Abb.). Der erste vermutet sodann als Folge eine Reduzierung der Anzahl an Arbeitsplätzen. Je weniger Arbeitsplätze vorhanden sind, desto weniger Personen müssen sich die Lohn- und Gehaltssumme teilen, so dass die Löhne und Gehälter erst recht weiter ansteigen. Für den zweiten bedeutet Rationalisierung auch Verbesserung der Produktqualität, was zu einer erhöhten Nachfrage führt. Diese schaffe neue Arbeitsplätze und erhöhe das Bruttosozialprodukt, so dass daraus wieder höhere Löhne und Gehälter gezahlt werden können. Beide Sichten sind einseitig und weit entfernt vom Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis. Sie stellen aber, was mit dieser Methode beabsichtigt wird, die individuellen Problemauffassungen dar.              Literatur: Eden, CJJones, S./Sims, D., Messing about in Problems, Oxford, New York 1983.  

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