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Einkommenseffekte

Zu einem Einkommenseffekt (auch Cash-flow-Effekt genannt) kommt es bei geldpolitischen Maßnahmen über eine Umverteilung der Zahlungsströme, da sich die Zinseinnahmen der Gläubiger und die Zinsausgaben der Schuldner verändern. Da bei Schuldnern von einer höheren Ausgabenneigung auszugehen ist als bei Gläubigern, werden sich auch dann gesamtwirtschaftliche Nachfragewirkungen ergeben, wenn der Saldo aus Zinseinnahmen und Zinsausgaben Null sein sollte. Bei Zinserhöhungen entstehen nachfragedämpfende, bei Zinssenkungen nachfrageerhöhende Effekte.

1.     In der makroökonomischen Theorie der Einfluss einer Investition auf die Höhe des Volkseinkommens. Die Investitionsausgaben schaffen unmittelbar Einkommen; dieser primäre Einkommenseffekt löst Erhöhungen der Konsumausgaben und damit sekundäre Einkommenseffekte aus (Multiplikator). 2.    Einkommenseffekt In der Preistheorie lässt sich der Gesamteffekt einer Preisänderung für ein Gut auf die Nachfragemenge in einen Einkommenseffekt und in einen Substitutionseffekt zerlegen. Bei einer Preissenkung eines Gutes (x) befindet sich der Konsument in einer ähnlichen Situation wie bei einer Einkommenserhöhung (Einkommenseffekt). Er kann mehr von diesem Gut kaufen. Zugleich findet jedoch aufgrund der Veränderung des Preisverhältnisses zwischen beiden Gütern ein Substitutionsprozess statt (Substitutionseffekt). Aufgrund dieser Preissenkung dreht sich die Budgetgerade nach rechts; der Haushalt kann nun statt pi das neue Haushaltsoptimum p2 auf einer höheren Indifferenzkurve (Ophelimitätsindex) erreichen, d.h. der Haushalt kann statt des Güterbündels xy nun xf kaufen. Der Einkommenseffekt wird durch Veränderung des Realeinkommens aufgrund der Preisänderung beim Gut x hervorgerufen. Er ist diejenige Mengenänderung, die sich durch den Übergang von dem Tangentialpunkt der alten Indifferenzkurve und der Hilfsbilanzgeraden (gestrichelte Linie), deren Steigung das neue Preisverhältnis der beiden Güter angibt, zur neuen Indifferenzkurve (Bewegung von S nach P2: Mengenänderung x auf f und y auf f) ergibt. Der Substitutionseffekt wird dadurch definiert, dass der Haushalt nur auf die Preisänderung unter Beibehaltung seines alten Nutzenindexniveaus reagiert (Bewegung von Pi nach S; Mengenänderungen: x steigt auf x\' und y auf y\'). Der Substitutionseffekt ist immer negativ, d.h. vom (relativ) teurer gewordenen Gut wird weniger nachgefragt. Normalerweise ist der Einkommenseffekt positiv, d.h. Einkommensänderung und Einkommenseffekt sind gleichgerichtet.     Literatur: Ott, A. E., Grundzüge der Preistheorie, 3.Aufl., Göttingen 1979, S. 94ff. Helmstädter, E., Wirtschaftstheorie I, Mikroökonomische Theorie, 3. Aufl., München 1991, S. 70ff.  



Teil des Gesamteffekts GE einer Preisänderung für ein Gut auf die nachgefragte Menge. Die Mengenänderung durch Verlagerung des Haushaltsoptimums (P1) auf eine andere Indifferenzkurve (neues Optimum P2) setzt sich aus einem Einkommenseffekt EE und - Substitutionseffekt SE zusammen. In der Abb. werden die genannten Effekte für den Fall einer Preissenkung des Gutes x dargestellt. Der Einkommenseffekt entsteht durch die Veränderung des Realeinkommens anläßlich der Preisänderung. Er ist jene Mengenänderung, die durch Übergang auf die neue Indifferenzkurve nach einer Änderung des nominalen Einkommens bei unveränderten Preisen zustande gekommen wäre (P*). Er wird ermittelt, indem die ursprüngliche Bilanzgerade parallel verschoben wird, bis sie die neue Indifferenzkurve tangiert (dann als Hilfsbilanzgerade bezeichnet). Bei normalen (superioren) Gütern sind Einkommensänderung und Einkommenseffekt gleichgerichtet, bei inferioren Gütern entgegengesetzt. Literatur: Ott, A.E. (1986)

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