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ertragsgesetzliche Kostenfunktionen

  Kostenfunktionen, die zur Fundierung der Mengenkomponente der Kosten auf dem Ertragsgesetz basieren. Bei einem variierbaren Einsatzgut und bei Konstanz aller übrigen Einsatzgüter sowie der Kostenwerte ergibt sich für die Gesamtkostenkurve nach dem Ertragsgesetz ein S-förmiger Verlauf. Er lässt sich nach den charakteristischen Punkten der Gesamtkostenkurve in vier Phasen gliedern. Aus der ertragsgesetzlichen Kostenfunktion (K) können die Grenzkostenfunktion (K\') und die Durchschnittskostenkurve (k) sowie die Kurve der durchschnittlichen variablen Kosten (kv) abgeleitet werden. Die Grenzkostenkurve schneidet die Kurve der Durchschnittskosten und der variablen Durchschnittskosten jeweils in deren Minimum (Betriebsoptimum). Das Minimum der Grenzkosten entspricht dem Wendepunkt der Gesamtkostenkurve. Bei zwei variierbaren Einsatzgütern kann eine bestimmte Ausbringungsmenge durch unterschiedliche Mengenkombinationen der beiden Einflussgrössen realisiert werden. Um zu einer ertragsgesetzlichen Kostenfunktion zu kommen, bedarf es der  Minimalkosten- kombination als Verhaltenshypothese. Danach wählt ein Unternehmen jeweils diejenige Einsatzgüterkombination aus, welche zu minimalen Kosten führt. Die Minimalkosten- kombination wird bei konstanten Einsatzgüterpreisen jeweils im Berührungspunkt einer Kostengerade ( Isotime) und  Isoquante erreicht. Die Verbindungslinie aller Berührungspunkte bildet die sog. Skalakurve. Sie bestimmt den Verlauf der Gesamtkosten und führt nur dann zu einem S-förmigen Kostenverlauf, wenn die Skalenerträge zunächst zunehmen und später abnehmen. Die empirische Geltung ertragsgesetzlicher Kostenfunktionen wird stark angezweifelt.   Literatur: Gutenberg, E., Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, Bd. 1: Die Produktion, 24. Aufl., Berlin u.a. 1983. Schweitzer, MJKüpper, H.-U., Produktions- und Kostentheorie der Unternehmung, Reinbek bei Hamburg 1974. Wöhe, G., Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, 17. Aufl., München 1990.  

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