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Going Public

Umwandlung eines Unternehmens in eine Kapitalgesellschaft (in aller Regel eine Aktiengesellschaft) und Verkauf der Anteilsrechte an einer Börse, Gegensatz Going privat

Das Going Public (Initial Public Offering) umschreibt den erstmaligen Gang bisher nicht börsennotierter Unternehmen an die Börse. Es lassen sich mehrere Phasen des Going Public unterscheiden. Einer Prüfung der Börsenreife des Unternehmens folgen die Auswahl der Konsortialbanken sowie die Bewertung und Präsentation des Unternehmens. Im Anschluss daran erfolgt die börsen- und aufsichtsrechtliche Abgleichung der Voraussetzungen eines Börsenganges an ein bestimmtes Börsensegment. Dem schließen sich die Erstellung eines Zeichnungsprospektes und die Terminierung des Börsenganges an. In diesem Schritt wird auch der Ausgabepreis, der beispielsweise mit Hilfe des Bookbuilding-Verfahrens ermittelt werden kann, fixiert. In der letzten Phase des Going Public wird der eigentliche Börsengang durch publikumsträchtige Werbeveranstaltungen (z.B. Roadshows) begleitet bzw. unterstützt. Oftmals werden so ehemalige Unternehmen, die in der Rechtsform eines Einzelkaufmanns oder einer Personenhandelsgesellschaft firmierten, in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

siehe auch Neuemission

Bezeichnung für Aktien einer Aktiengesellschaft, die bisher nicht an der Börse gehandelt wurden und nun an der Börse zugelassen werden. Diese Aktiengesellschaft kann entweder neu gegründet oder aus einer Personengesellschaft umgewandelt worden sein.

Als going public wird im weiteren Sinne die Umwandlung einer Unternehmung in eine Aktiengesellschaft und die Zulassung der Aktien an der Börse verstanden. Im engeren Sinne ist es die Emission von Optionsschuldverschreibungen oder Aktien von Aktiengesellschaften, die bisher noch nicht börsennotiert sind, aber eine Börsenzulassung anstreben.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: Umwandlung eines Unternehmens in eine Aktiengesellschaft und Verkauf der Anteilsrechte an einer Börse.

In der Wirtschaftssoziologie: (engl.) Coming out GOMS, Abkürzung für: generational occupational mobility score, von M. Tumin und A. Feldman entwickeltes Mass für Berufsmobilität. Basisgrösse ist die Summe der Auf- und Abstiegsbewegungen einer Person, die mit der durchschnittlichen Mobilitätsrate aller Personen, deren Väter die gleiche Berufsposition einnehmen, verglichen wird, so z.B. die Berufsmobilität einer Angestelltentochter mit der anderer Angestelltentöchter. GOMS = —- + 10, wobei x den Berufsmobilitätsgrad einer Person, x die durchschnittliche Berufsmobilitätsrate aller Personen mit gleichem Vaterberuf und die Standardabweichung bedeutet. 10 wird addiert, um alle Ergebnisse positiv zu erhalten.

erstmalige Plazierung von Aktien einer Aktiengesellschaft in der Öffentlichkeit und Einführung an einer Börse. Für ein Going Public geeignet sind Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Markt- und Innovationspotential sowie steigenden Umsatz- und Gewinnerwartungen. Der Umsatz beträgl i.d.R. mindestens 50 Mio.DM, das Plazie- rungsvolumen mindestens nominal 5 Mio, DM. Bei einem Going Public veräussern entweder die bisherigen Gesellschafter ihre Anteile oder dem Unternehmen fliessen in Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Eigenmittel zu. Wollen die bisherigen Gesellschafter weiterhin über die Mehrheit verfügen, so werden entweder stimmrechtslose Vorzugsaktien oder nur ein Teil dei Stammaktien plaziert. Grosse Aktiengesell schäften werden in den amtlichen Hände eingeführt, für kleinere eignet sich der geregelte Markt. Der Ausgabekurs für die neuer Aktien wird auf der Basis des  Ertragswerte; und Jahresüberschusses ( DVFA/SG-Ergeb nis) unter Berücksichtigung der allgemeiner Börsensituation festgelegt. Im Rahmen eine] Effektenemission übernimmt ein Ban kenkonsortium die neuen Aktien und biete sie dem Publikum zur Zeichnung an. Durch den Zugang zum Kapitalmarkt unc die Änderung des Aktionärskreises durch eir Going Public erschliesst sich eine Aktiengesell schaft neue Spielräume für die Eigenf inan zierung, trennt die Management- von der Ak tionärsebene, erhöht ihre Bekanntheit in dei Öffentlichkeit, bei Kunden und Lieferanter und eröffnet sich Möglichkeiten zur Mitarbei terbeteiligung. In Deutschland unternähmet von 1983 bis 1990 148 Gesellschaften mit ei nem effektiven Plazierungsvolumen von 1\' Mrd. DM ein Going Public, davon 1990 2t mit einem Betrag von 3,9 Mrd. DM.   Literatur: Herdt, H. K./Padberg, E./Walther, D., De Gang an die Börse, 3. Aufl., Frankfurt a. M. 1988.    

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