Empfohlene Artikel  |  Auswahl nach Anfangsbuchstaben

 
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Oligopol

Marktform, bei der wenige relativ große Anbieter einer Vielzahl von Nachfragern (Nachfrage) gegenüberstehen. Handelt es sich um wenige Nachfrager gegenüber einer großen Anzahl von Anbietern, spricht man von einem Oligopson. Das Marktverhalten eines Oligopolisten hängt nicht nur von seinem Nachfragesegment, sondern auch vom Verhalten der anderen Oligopolisten ah, genauso wie dieses umgekehrt von seinen Aktionen beeinflusst wird. Prägnantestes Beispiel für ein. Angebotsoligopol in der Bundesrepublik ist der Mineralölmarkt.

Oligopol ist eine Marktform mit wenigen, meist großen Anbietern; sie steht zwischen Monopol und Polypol. Oligopol ist auch eine Marktform, bei der nur wenige große Anbieter ein (homogenes oder heterogenes) Produkt anbieten. Bei dieser Marktform kann jeder der Anbieter in Abhängigkeit von dem Grad der Heterogenität des Produkts seine eigenen Verkaufspreise mehr oder weniger frei bestimmen. Siehe auch: Heterogenes Oligopol, Homogenes Oligopol.

Ein Oligopol liegt vor, wenn einige wenige Marktteilnehmer über einen großen Marktanteil verfügen. Man kann zwei Arten des Oligopols unterscheiden: 1. das Angebotsoligopol und 2. das Nachfrageoligopol. Dem Angebotsoligopol kann ein Nachfragemonopol, ein Nachfrageoligopol oder ein Nachfragepolypol gegenüberstehen. In gleicher Weise kann ein Nachfrageoligopol auf ein Angebotsmonopol, ein Angebotsoligopol oder ein Angebotspolypol treffen. Marktformen, Preisführerschaft

Marktformen

Im Rahmen des morphologischen Marktformenschemas ist das Oligopol durch die Anzahl und Größe der Anbieter und Nachfrager gekennzeichnet, wobei wenigen mittelgroßen Anbietern (Nachfragern) wenige mittelgroße oder viele kleine Nachfrager (Anbieter) gegenüberstehen. Während man auf einem vollkommenen Markt vom Oligopol spricht, handelt es sich auf einem unvollkommenen Markt um ein Oligopoloid.
Von oligopolistischem Verhalten wird nach R. Frisch und E. Schneider gesprochen, wenn ein Anbieter damit rechnet, daß sein Absatz von den (preislichen) Maßnahmen der übrigen Unternehmen abhängt und er als Folge seiner Maßnahme mit Rückwirkungen seiner Konkurrenten rechnet.

In der sozialistischen Wirtschaftslehre: (Zusammenziehung von grch. oligo (wenige) und Monopol) Die Vorherrschaft einiger weniger Anbieter auf einem Markt mit großer Nachfrage, Zwischenform zwischen Monopol und Polypol.

Es gibt z.B. nur wenige Automobilunternehmen aber eine Vielzahl von AutokäuferInnen. >Dyopol (Duopol), >Monopol, >Polypol

Siehe auch: Marktformen; Marktverhaltens-weisen

Für das deutsche Bankwesen charakteristische Marktform, bei der auf der Seite der Anbieter - Banken, Bankengruppen - nur wenige relativ grosse Institute bzw. Gruppen auftreten. Soweit daneben kleine Banken ohne Markteinfluss bestehen, schliessen sie sich an die marktpolitische Linie der grossen an.

In der Wirtschaftssoziologie: Bezeichnung der Ökonomie für eine Marktform, in der wenige, zumeist grosse Anbieter einer Ware (Unternehmen, Konzerne) einer Vielzahl kaum organisierter Nachfrager gegenüberstehen. Eine besondere Form des O.s ist das Duopol, in dem zwei Anbieter konkurrieren. Das Oligopol ist gegenüber anderen Marktformen durch starke Abhängigkeiten der Handlungen der Oligopolisten voneinander gekennzeichnet, die in der Theorie zu besonderer Berücksichtigung strategischer Probleme (Spieltheorie) geführt haben.

  Marktform, bei der sich einige wenige Anbieter auf einem vollkommenen oder unvollkommenen Markt befinden. Mögliche Verhaltensweisen und Strategien der Oligopolisten werden in der Oligopoltheorie untersucht. Besonders hohe Aktions-Reaktions-Verbundenheit zwischen den Oligopolisten herrscht beim engen Oligopol, entsprechend geringere Verbundenheit beim weiten Oligopol.

in der klassischen Preistheorie und im Wettbewerbsrecht unterschiedene Markt­form, in der zwei oder mehr Unternehmen entweder keinem oder nur geringfügigem Wettbewerb durch Kleinunternehmen aus­gesetzt sind (Marktformenschema). Nach der Oligopolvermutung in §22 Abs.2 GWB wird im Kartellrecht ein Oligopol vermutet, wenn entweder drei oder weniger Unternehmen einen Marktanteil von 50% oder mehr innehaben bzw. fünf oder weniger Unternehmen zusammen einen Marktanteil von 2/3 oder mehr halten. Das Gesetz sieht hierfür eine Mindestumsatzgrenze von 100 Mio. EUR vor. Wettbewerbstheoretisch ist die Beurteilung von Oligopoltatbeständen nach wie vor unsicher; nach herkömmlichem Verständnis beruht die besondere Gefähr­lichkeit des Oligopols in der Gleichförmig­keit des Auftretens der Ohgopolmitglieder (Parallel verhalten); dies beruht auf der Berechenbarkeit des Verhaltens der Oligopol­mitglieder und der Berücksichtigung deren Reaktionen bei eigenen marktstrategischen Maßnahmen. Liegt ein marktbeherrschendes Oligopol vor, so bedeutet dies, dass jedes ein­zelne Oligopolmitglied für sich als marktbe­herrschend gilt und damit der Miß- brauchsaufsicht über marktbeherrschende Unternehmen unterliegt. Von Teiloligopolen wird gesprochen, wenn am Markt neben einigen großen Oligopoli­sten auch noch kleinere, aber nicht marktbe­stimmende Anbieter operieren.

Vorhergehender Fachbegriff: Oligarchie | Nächster Fachbegriff: Oligopoltheorie



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken

   
 
 

   Weitere Begriffe : Allfinanzkonzern | Cobb-Douglas-Funktionen | Poolung

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Wissenschaft

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Externe Effekte

  Marktversagen

  Wettbewerbsbeschränkungen

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Multiplikatorwirkung

  Verlustausgleich

  Fremdwährungskonto


     © 2013 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise