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Rybczynski-Theorem

im Rahmen der Faktorproportionentheorie entwickelter Lehrsatz (T M. Rybczynski, 1955), nach dem in einer Mehr-SektorenVolkswirtschaft bei konstanten Preisen das Wachstum des Bestandes eines Produktionsfaktors die Produktion des Gutes, welches diesen Faktor relativ stark beansprucht, um mehr als das gesamte Sozialprodukt wachsen lässt, während die Herstellung des Gutes, welches den reichlicher vorhandenen Faktor relativ gering in Anspruch nimmt, unterproportional zum Sozialprodukt wächst. Das Rybczynski-Theorem bildet die Basis für theoretische Untersuchungen zu Auswirkungen des Wirtschaftswachstums auf den —Aussenhandel. Es lässt sich als dynamische Erweiterung der  Faktorproportionentheonie auffassen. Mit seiner Hilfe lässt sich zeigen, dass z. B. die mengenmässige Zunahme eines Produktionsfaktors, der in der Exportgüterindustrie relativ intensiv genutzt wird, bei konstanten Terms of Trade (reales Austauschverhältnis) die Erzeugung des Exportgutes überproportional erhöht, dagegen die Produktion des Importgutes relativ reduziert. Auf diese Weise gerät das Land in eine grössere Abhängigkeit von Importen, und es entsteht die Grundlage für eine Verschlechterung der Terms of Trade. In der - Aussenhandelstheorie wird das Rybczynski-Theorem auch für die Analyse der Auswirkungen des technischen Fortschritts auf den Aussenhandel verwendet, da dieser wegen seiner Erhöhung der Faktoreffizienz theoretisch behandelt werden kann wie eine isolierte Ausweitung des betreffenden Faktorbestandes.                                              Literatur: Rose, K., Theorie der Aussenwirtschaft, 10. Aufl., München 1989, S. 344f.

diskutiert auf der Grundlage des HECKSCHER-OHLIN-Theorems die Wirkungen, die sich für ein Land bei einer Erhöhung der verfügbaren Menge eines Produktionsfaktors bei konstantem Güterpreisverhältnis (terms of trade) ergeben. Das von T.M. RYBCZYNSKI (1955) stammende Theorem zeigt, dass bei einer Erhöhung der Faktormenge die Produktion des Gutes, das diesen Faktor relativ stark beansprucht, um mehr als das gesamte Sozialprodukt wächst, während die Erzeugung des anderen Gutes absolut zurückgeht. Es bildet die Grundlage für die theoretische Analyse der Wirkungen des Wachstums auf den Außenhandel. So läßt sich z.B. zeigen, dass die mengenmäßige Zunahme jenes Faktors, der in der Exportgüterindustrie relativ intensiv genutzt wird, bei konstanten terms of trade die Produktion des Exportgutes überproportional erhöht, dagegen die Produktion des Importgutes reduziert, damit das Land mehr von Importen abhängig macht und tendenziell die terms of trade verschlechtert. Die Logik des Theorems läßt sich auch auf die Analyse der Wirkungen des technischen Fortschritts auf den Außenhandel anwenden. Die mit seiner Hilfe abgeleiteten Produktionseffekte des Faktorenwachstums und des technischen Fortschritts müssen durch Berücksichtigung der Nachfrageeffekte ergänzt werden. Erst dann läßt sich eine Aussage über die »Handelsorientiertheit« von Wachstumsvorgängen machen. Literatur: Rose, K., Sauemheimer, K. (1999). Mackscheidt, K. (1967)

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