Empfehlungen
A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z  
  Home Top 10 Fachbereiche News Hilfe & FAQ
 

Synchronisation von Produktion und Absatz

Viele Modelle der Produktionsplanung gehen von einem selbstverständlichen Gleichlauf von Produktion und Absatz aus. Grundsätzlich ist es jedoch möglich, daß die Absatzmengen im Zeitablauf anders verlaufen als die Produktionsmengen und es ist nicht auszuschließen, daß es kostengünstiger ist, diese Möglichkeit unterschiedlicher Verläufe planmäßig zu nutzen. Während eine solche Emanzipa tion der Produktion vom Absatz vor allem mit niedrigeren Produktionskosten begründet werden kann, lassen sich auch einige Argumente für eine planmäßige Synchronisation von Produktion und Absatz aufzeigen. Eine völlige, lagerlose Synchronisation ist allerdings nicht möglich, weil aufgrund der Unsicherheit der Absatzprognose und der Tatsache, daß zur Sicherung der Absatzmöglichkeiten ein Lagerbestand vorausproduziert wird, in einer Teilperiode mehr produziert als abgesetzt werden muß; eine Produktion, die erst nach Auftragseingang erfolgt (Auftragsfertigung, Einzelfertigung), läuft zwar synchron, läßt sich aber auch nicht emanzipieren.
Die Synchronisation der Produktion einer einzelnen Produktart mit dem Absatz liegt dann nahe, wenn durch Verder B oder modisch bzw. technisch begründete Veralterung eine längere Lagerung nicht sinnvoll oder möglich ist; die mögliche Lagerdauer bestimmt dann maßgeblich das Maß an Emanzipation, das dann noch verbleibt (z. B. bei 3 Monaten Lagerfähigkeit und Monatsabsatzprognosen der Drei-Monats-Durchschnitt zum Einzelprognosewert). Bei unsicherem Gesamtabsatz bietet eine am Synchronlauf orientierte Produktionsplanung die Gewähr, daß zu hohe Lagerkosten vermieden werden, birgt aber das Risiko von Fehlmengen; wenn die längerfristigen Absatzprognosen die Produktionskapazität übersteigen, ist eine rechtzeitige Emanzipation der Produktionsmengen oder eine synchrone Kapazitätsausweitung vorzusehen. Bei dem vorherrschenden Fall der Mehrproduktfertigung ist eine weitgehende Synchronisation möglich, weil freie Kapazitäten vonanderen Produkten belegt werden. Das Problem verändert sich zumLosgrößenproblem bei mehrerenProdukten, das über die optimaleZahl der Produktionszyklen zu lösenist (Produktionsvollzugsplanung). Bei wechselnden Absatzmengen istdabei mit wechselnden Losgrößen und Produktionszyklen zu arbeiten; für dieses Problem gibt es nur heuristische Lösungsverfahren. Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung des Gleichlaufs von Produktion und Absatz zum Zwecke derVermeidung von Lagerkosten und Produktionsmehrkosten ist die Beeinflussung des Absatzes durch preispolitische Maßnahmen. Dabei kannversucht werden, zyklische Absatzverläufe durch antizyklische Preise zumildern, oder, falls die Produktionbeschaffungsorientiert zyklisch abläuft, den Absatz in Zeiten von Produktionsüberhängen durch niedrigePreise anzuregen.

Vorhergehender Fachbegriff: Synchronisation | Nächster Fachbegriff: Synchronous



  Diesen Artikel der Redaktion als fehlerhaft melden & zur Bearbeitung vormerken




   
 
 

   Weitere Begriffe : Tallymann | Gleichgewichtsmarktanteil | Remboursakkreditiv

   Praxisnahe Definitionen

Nutzen Sie die jeweilige Begriffserklärung bei Ihrer täglichen Arbeit. Jede Definition ist wesentlich umfangreicher angelegt als in einem gewöhnlichen Glossar.

  Marketing

  Definition

  Konditionenpolitik

   Fachbegriffe der Volkswirtschaft

Die Volkswirtschaftslehre stellt einen Grossteil der Fachtermini vor, die Sie in diesem Lexikon finden werden. Viele Begriffe aus der Finanzwelt stehen im Schnittbereich von Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre.

  Investitionsrechnungen

  Marktversagen

  Umsatzsteuer

   Beliebte Artikel

Bestimmte Erklärungen und Begriffsdefinitionen erfreuen sich bei unseren Lesern ganz besonderer Beliebtheit. Diese werden mehrmals pro Jahr aktualisiert.

  Cash Flow

  Bausparen

  Fremdwährungskonto


     © 2015 Wirtschaftslexikon24.com       All rights reserved.      Home  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum  |  Rechtliche Hinweise
Aktuelles Wirtschaftslexikon