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Fester Wechselkurs

In einem System international vereinbarter fester Wechselkurse werden Wechselkursschwankungen durch Interventionen der Zentralbank (Ankauf bzw. Verkauf von Devisen) verhindert, z. B.: Bretton-Woods-Abkommen.
Siehe auch: Wechselkurs, Bretton-Woods-Abkommen

Von Regierung oder Zentralbank festgesetzter (fixierter) Wechselkurs. Auf dem Prinzip f. W. beruhten das Bretton-Woods-System und das Europäische Währungssystem (EWS). Gegensatz: flexibler Wechselkurs.

Währungssystem, in dem der Wechselkurs einer Währung auf den Devisenmärkten nicht oder nur innerhalb einer engen Bandbreite um einen vorgegebenen Leitkurs schwankt. Um marktmäßige Einflüsse durch Überschußangebot bzw. Überschußnachfrage an Devisen zu kompensieren, bedarf es einer aktiven Interventionspolitik der Zentralbank Kommt es zu einem relativen Devisenangebotsüberhang, so muß sie ein Sinken des Wechselkurses unter die Par/Yä’rdurch Aufkauf der Überschußdevisen kompensieren. Kommt es andererseits zu einem Überschuß der Devisennachfrage, so muß sie einen Anstieg des Wechselkurses über den Leitkurs durch ein entsprechendes Angebot an Devisen ausgleichen. Beispiele sind das System von Bretton Woods, und das Europäische Währungssystem (EWS).

Auch: fixe, starre Wechselkurse. Währungssystem, das zwischen den Wechselkursen der beteiligten Länder keine Schwankungen zulässt. I. w. S. auch ein Wechselkurssystem mit Stufenflexibilität. Ggs.: freie, flexible Wechselkurse, Floating.

(= fixe Kurse; pegged rates) Wechselkurse, die nur im Ausmass einer gewissen Bandbreite um eine Parität oder einen - Leitkurs schwanken. Ein System fester Wechselkurse (mit der Möglichkeit fallweiser Änderungen,Stufenflexibilität) wurde durch das Übereinkommen über den Internationalen Währungsfonds geschaffen und bis zu Beginn der 70er Jahre beibehalten. Durch Verringerung der Bandbreite zwischen verschiedenen europäischen Währungen bei erweiterter Bandbreite und später freiem Kurs gegenüber dem Dollar entstand 1972 der als Währungsschlange bezeichnete Europäische Wechsellcursverbund, der im März 1979 durch das Europäische Währungssystem (EWS) abgelöst wurde. Mit Beginn der Europäischen Währungsunion zum 1.1.1999 und dem Euro als gemeinsamer Währung wurde das EWS außer Kraft gesetzt. Von jenen EU-Staaten, die nicht dem EuroWährungsgebiet angehören, haben sich Dänemark und Griechenland für eine Anbindung ihrer Währung an den Euro im Rahmen des Europäischen Wechselkursmechanismus (WKM II) zur Vorbereitung auf eine Integration in die Europäische Währungsunion entschieden. Die Begrenzung der Kursschwankungen freier Währungen wird durch Interventionspflicht der Währungsbehörden erreicht. Für die Wirtschaftspolitik stellt sich jedoch die Aufgabe, für den Ausgleich der Zahlungsbilanz Sorge zu tragen, der sich nicht wie bei freien Kursen automatisch einstellt. Feste Wechselkurse erleichtern den internationalen Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr, damit die internationale Arbeitsteilung (Spezialisierung), und tragen so zur Steigerung der Wohlfahrt bei. Sie beschränken andererseits die Autonomie der nationalen Geld- und Kreditpolitik und die Möglichkeiten einer binnenwirtschaftlich orientierten Konjunkturpolitik. Die Durchsetzung von wirtschaftspolitischen Zielen durch ein einzelnes Land, die von den Zielen anderer Länder abweichen, ist nur begrenzt erreichbar. Feste Kurse begünstigen die internationale Übertragung von Schwankungen der - Konjunktur, vermitteln einen strammen internationalen Preiszusammenhang und ermöglichen eine hohe Mobilität der - internationalen Kapitalbewegungen. Die Aufrechterhaltung eines solchen - Wechselkurssystems erfordert daher von den beteiligten Ländern Abstimmung der Ziele sowie des Einsatzes der Instrumente der Wirtschaftspolitik zu ihrer Verwirklichung. Zwischen Ländern mit - Goldstandard ergeben sich feste Wechselkurse durch die Bindung der Währungseinheiten an das - Gold. Die Wechselkursparität ist gleich dem Verhältnis zwischen dem Metallgehalt der Währungseinheiten. Schwankungen des Wechselkurses sind nur innerhalb der Goldpunkte möglich. Literatur: Rose, K., Sauernheimer, K. (1999). Gandolfo, G. (1986). Glastetter, W. (1975). Friedman, M., Roosa, R.V. (1967)

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