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Personalmarktforschung

Aufgabe der Personalmarktforschung als Teil des Personalmarketing ist es, sämtli­che Informationen zu gewinnen und auszu­werten, die der Planung, Umsetzung und Evaluierung des Personalmarketing dienen. E,s handelt sich dabei nicht um eine individu­elle Betrachtung, sondern es werden ziel- gruppenspezifische Aspekte (Altersstruktur, Fluktuation, Beschäftigtenanzahl und -entwicklung, Qualifikationsstrukturen etc.) berücksichtigt. Die üblichen Methoden der empirischen Sozialforschung finden Anwendung. Ist die Attraktivität des Unter­nehmens die Basis und das Gestaltungs­objekt für sämtliche Personalmarketing- Strategien und - Aktivitäten, dann ist die unternehmensinternc Personalmarktfor­schung gleichbedeutend wie die unterneh- mensexternePersonalmarktforschung. Im Rahmen der unternehmensinternen Orientierung stehen neben Dokumenten­analyse, Gesprächen/Diskussionen, Exper­tenbefragungen etc. besonders zwei metho­dische Hilfsmittel zur Verfügung: Existierende - i.d.R. EDV-gestützte - Per­sonal-Informationssysteme können für quantitative und standardisierte Erhebun­gen, Aufbereitungen bzw. Analysen einge­setzt werden. Wichtige Informationen für das Personalmarketing sind u. a. Planstellen­zahlen und ihre Entwicklung, Beschäftigten­zahlen und -entwicklung, Altersstrukturen, Fluktuationskennzahlen, Qualifikations­strukturen. Eine Ausdifferenzierung nach organisatorischen Einheiten/Regionen, Ge­schlecht, Betriebszugehörigkeit etc. ist pro­blemlos. Die jeweiligen Anforderungen des Personalmarketing determinieren den kon­kreten Einsatz des Personal-Informations- systems im Rahmen der Personalmarktfor­schung. Innerhalb der internen Personalmarktfor­schung sind qualitative Aspekte ebenso von Bedeutung. Hier können umfassende oder spezielle Mitarbeiterbefragungen eingesetzt werden, die für die konkrete Ausgestaltung der Personalmarketingaktivitäten wertvolle Hinweise erbringen. So ist es z. B. wichtig zu wissen, in welchen Anreizbereichen (Perso­nalentwicklung, Führungsverhalten, Ent­geltsystem etc.) aus der Sicht der Mitarbeiter Stärken und Schwächen des Unternehmens bestehen. Die unternehmensexterne Personalmarkt­forschung konzentriert sich auf die unter­schiedlichen, für das Unternehmen relevan­ten nationalen und internationalen Arbeitsmärkte und ihre Determinanten wie Bevölkerungsentwicklungen, Bildungssy­steme, Konjunkturentwicklungen, Arbeits­marktanalysen, Mobilität, branchcnbezo- gene Lohn- und Gehaltsentwicklung, Einstellungs- und Wertewandel, Arbeits­recht, Arbeitsbeziehungen etc. Auch hier stehen für Zwecke des Personalmarketing unterstützend wieder zwei Vorgehens wei­sen besonders zur Verfügung: Zum einen kann das reichhaltig vorliegende statistische Material der staatlichen Stellen, Verbände, Forschungsinstitute genutzt wer­den. Diese oft sehr umfangreichen Daten müssen hinsichtlich der speziellen Anforde­rungen des Unternehmens gesichtet und auf­bereitet werden. Ggf. müssen Spezialunter­suchungen selbst oder durch beauftragte Berater durchgeführt werden. Dies gilt be­sonders bei der Suche nach zukunftsbezo­genen Aussagen über die Entwicklung zielgruppenspezifischer Arbeitsmärkte in bestimmten Regionen. Zu einer wirksamen Personalmarktfor­schung für Zwecke des Personalmarketing gehört jedoch auch die zu wiederholende unternehmensexterne Imageforschung. Sie beginnt bei der Evaluierung von Stellenan- zeigenkampagnen, umfaßt Befragungen von Schülern, Studenten oder von Fach- und Führungskräften. Denn das Firmenimage trägt wesentlich zum (Miß-)Erfolg von Per- sonalmarketingaktivitäten bei. Hier ist ein Vergleich von Ergebnissen aus der unterneh­mensinternen und -externen Personalmarkt­forschung zu empfehlen. Insofern dient die Personalmarktforschung hier zum einen der Überprüfung bisheriger Maßnahmen, besonders aber der Gestaltung erfolgreicher neuer Personalmarketing- Maßnahmen.           

Literatur: Domsch, M.;Schneble, A., Aspekte von internationalen Personalinformationssystemen, in: Macharzina, K.; Welge, M. K. (Hrsg.), Hand­wörterbuch Export und Internationale Unterneh­mung, Stuttgart 1989, Sp. 1638-1650. Domsch, M.; Schnehle, A. (Hrsg.), Mitarbeiterbefragungen, Heidelberg 1991. Grünefeld, H. G., Personalbe­richterstattung mit Informationssystemen. Mög­lichkeiten, Methoden, Beispiele, Wiesbaden 1987.

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