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Verbesserungsvorschlagsquote

(in %)
Die Kennzahl bestimmt den Anteil der Mitarbeiter, die sich am betriebli­chen Vorschlagswesen beteiligen. Dies ermöglicht einen Einblick in die Akzeptanz des Vorschlagswesens.

Verbesserungsvorschlagsquote

Beispiel
Ein Unternehmen beschäftigt im Durchschnitt 200 Mitarbeiter. In einem Jahr reichen 30 Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge ein. Die Verbesse­rungsvorschlagsquote beträgt demnach 15 %.

Verbesserungsvorschlagsquote
Quelle
Die Abteilung, die das betriebliche Vorschlagswesen koordiniert, kennt die Zahl der Mitarbeiter, die innerhalb eines Zeitraums Verbesserungsvor­schläge eingereicht haben. Dabei gilt es folgende Aspekte zu beachten:
· Zur Ermittlung der Verbesserungsvorschlagsquote darf nicht die absolu­te Zahl der Verbesserungsvorschläge herangezogen werden, sondern die Zahl der Mitarbeiter, die Verbesserungen vorgeschlagen haben.
· Um die permanenten Veränderungen der Mitarbeiterzahl durch aufge­löste Arbeitsverhältnisse und Neueinstellungen nicht miteinzubeziehen, sollte der Durchschnitt der beschäftigen Mitarbeiter im betrachteten Zeitraum gebildet werden. Über diese Daten verfügt die Personalabtei­lung.
Interpretation
· Das betriebliche Vorschlagswesen ist im Regelfall eine effiziente Mög­lichkeit, die Geschäftsprozesse zu optimieren. Denn die eigenen Mitar­beiter beschäftigen sich täglich mit den Geschäftsvorgängen und können Verbesserungsmöglichkeiten besser aufspüren und einschätzen, als z. B. ein externer Berater dazu in der Lage wäre.
· Zudem sind Verbesserungsvorschläge aus Reihen der eigenen Mitarbei­ter, die mit Prämien oder Gratifikationen dotiert werden, viel kosten­günstiger als das Honorar eines Unternehmensberaters.
· Die ausgezahlten Prämien wirken zusätzlich motivierend über das Vor­schlagswesen hinaus, weil der Mitarbeiter erkennt, dass er im Unter­nehmen Veränderungen in Gang setzen kann und seine zusätzliche Leis­tung entsprechend gewürdigt wird.
· Die Verbesserungsvorschlagsquote ist aussagekräftig im Vergleich:
- zu vorherigen Perioden,
- zwischen einzelnen Unternehmensbereichen und/oder
- zu Wettbewerbern, falls die entsprechenden Daten zugänglich sind.
· Grundsätzlich gilt folgende Faustregel: Eine hohe Verbesserungsvor­schlagsquote ist besser als eine niedrige, weil sie zum Ausdruck bringt, dass sich viele Mitarbeiter für ihr Unternehmen engagieren, indem sie Verbesserungsvorschläge unterbreiten.
Maßnahmen zur Beeinflussung
Um die Verbesserungsvorschlagsquote zu erhöhen, müssen der Bekannt­heitsgrad des betrieblichen Vorschlagswesens erhöht und die damit ver­bundenen Anreizstrukturen optimiert werden. Vergleiche hierzu  Ver­besserungsvorschläge pro Mitarbeiter.
Grenzen
· Die Verbesserungsvorschlagsquote sagt nichts über die Qualität der Verbesserungsvorschläge aus. Hierzu muss die  Umsetzungsquote der Verbesserungsvorschläge errechnet werden.
· Die Kennzahl gibt keine Auskunft darüber, ob es Mitarbeiter gibt, die innerhalb des Betrachtungszeitraumes mehrere Vorschläge eingereicht haben. Aufschluss über diesen Sachverhalt geben die  Verbesserungs­vorschläge pro Mitarbeiter. Hat jeder am Vorschlagswesen teilnehmen-
de Mitarbeiter nur einen Verbesserungsvorschlag eingereicht, sind beide Kennzahlen identisch.

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