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Außenhandel(s), Institutionen des

Auf Grund der Vielschichtigkeit und Komplexität der Fragen bei der Anbahnung und Abwicklung von Außenhandelsgeschäften benötigen international operierende Unternehmen Anlaufstellen, die Informationsmaterial über die Auslandsmärkte zur Verfügung stellen und die Unternehmen hinsichtlich rechtlicher oder wirtschaftlicher Fragestellungen unterstützen. Die Instituti-

onen des Außenhandels erfüllen die Funktion der Informationsbeschaffung im Außenhandel zur Wahrnehmung von Exportmöglichkeiten. Solche Institutionen sind z.B. Industrie- und Handelskammern, Auslandshandelskammern bzw. Außenhandelskammern, die Internationale Handelskammer (International Chamber of Commerce) und die Bundesstelle für Außenhandelsinformation (BfAI) (vgl. Zentes, 1995a, Sp. 137t).

Die BfAI in Köln ist eine dem Bundesminister für Wirtschaft unterstellte Behörde, deren Aufgabe darin besteht, Unternehmen und amtliche Stellen mit Informationen über außenwirtschaftliche Tatbestände und Vorgänge zu versorgen. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben unterhält die BfAI ein eigenes Korrespondentennetz im Ausland, nutzt Berichtsmaterial deutscher Auslandsvertretungen (Auslandshandelskammer) und wertet die Informationen anderer Quellen (z.B. Marktforschungsinstitute und internationale Organisationen) aus. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden in Form von Publikationen, Dokumentationen und Einzelinformationen veröffentlicht. Die Herausgabe von Informationsschriften bezieht sich auf:

- Ausschreibungen im In- und Ausland

- Rohstoffmärkte

- Informationen zur Wettbewerbssituation

- Auslandskontaktstellen für internationale Aktivitäten

- Stand und Veränderungen in Auslandsrecht und Rechtsschutz sowie Zollwesen und Steuerfragen.

Des Weiteren stellt sie Informationen aus der EU und zur allgemeinen Wirtschaftslage, zu politischen Rahmenbedingungen, Rechtsformen, Auflagen, sozio-ökonomischen Strukturen, Devisentransferbedingungen usw. sowie zu ausländischen Standorten zur Vorbereitung von Direktinvestitionen zur Verfügung (vgl. Deutsche Bank, 1998, S. 84; Schroth, 2001, S. 128).

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