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Berner Union

International Union of Credit and Investment Insurers, Union d’Assureurs des Credits et des Investissements Internationaux, Internationale Union der Kreditversicherer
1934 in Bern von vier nationalen Export-Kreditversicherungsinstitutionen als gemeinsames Koordinierungsorgan gegründet; seit 1974 umfaßt die Vereinigung auch die Investitionsversicherer. Der Berner Union gehörten 1997 43 Organisationen aus 35 Ländern sowie - seit 1994 -die Multilaterale Investitionsgarantie-Agentur (MIGA) an. Deutsche Mitglieder sind die HERMES-Kreditversicherungs AG und die C&L Deutsche Revision AG (vormals Treuarbeit AG). Sitz des ständigen Sekretariats ist London. Die Mitglieder der Berner Union treffen sich in regelmäßigen Zeitabständen - mindestens zweimal jährlich -, um gemeinsam Probleme der Exportkreditversicherung und der Versicherung von Auslandsinvestitionen zu besprechen und Regeln und Gepflogenheiten abzustimmen, die den Charakter von Empfehlungen haben. Mit der Einführung des sogenannten OECD-Konsensus haben die Regeln der Berner Union an Bedeutung verloren, da die dort getroffenen Vereinbarungen die meisten Regelungen innerhalb der Berner Union übernommen haben.

Die Berner Union ist die internationale Vereinigung der staatlichen Exportkredit-Versicherungen und stellt eine der ältesten Formen internationaler Zusammenarbeit auf diesem Gebiet dar. Sie wurde bereits 1934 in der schweizerischen Stadt gegründet und umfasst gegenwärtig 43 Organisationen aus 35 Ländern. Die für die Bundesrepublik Deutschland handelnde HERMES gehört ihr seit 1953 an.

Bei der Gründung bestand das Hauptziel des Zusammenschlusses vor allem im Erfahrungsaustausch. Die Eindämmung der kommerziellen Kreditrisiken bei internationalen Geschäften sollte durch den Austausch von zuverlässigen Informationen über ausländische Käufer bzw. Gläubiger -eine Funktion, die die Berner Union heute noch erfüllt - erreicht werden. Die Mitglieder der Berner Union treffen sich in regelmäßigen Zeitabständen (mindestens zweimal jährlich), um gemeinsam Probleme der Exportkreditversicherung und der Versicherung von Auslandsinvestitionen zu besprechen, die den Charakter von Empfehlungen (»understandings«) haben. Eine Entscheidungskompetenz oder das Erlassen verbindlicher Regeln besteht nicht. Die Berner Union hat in der Vergangenheit Vereinbarungen über Zahlungsbedingungen für den Export bestimmter Warenarten (z.Berner Union Stahl, Container, Zuchtvieh usw.) getroffen und die Mitglieder verpflichtet, sich gegenseitig über Geschäfte zu informieren (vgl. Häberle, 1998, S. 696f.). Mit der Einführung des so genannten OECD-Konsensus haben die Regeln der Berner Union an Bedeutung verloren, da die dort getroffenen Vereinbarungen die meisten Regelungen der Berner Union übernommen haben (vgl. Deutsche Bank, 1998, S. 68).

The International Union of Credit and Investment Insurance. 1934 gegründeter internationaler Zusammenschluss der nationalen, mit staatlicher Beteiligung oder Unterstützung arbeitenden Exportkreditversicherer und Investitionskreditversicherer. Sitz des ständigen Sekretariats ist London. Die Berner Union hat als Mitglieder nationale Exportkreditversicherungsunternehmen. Ziele: Verhütung übermässiger Ausdehnung der Kreditlaufzeiten im Aussen- bzw. internationalen Handel, Förderung eines vorteilhaften Investitionsklimas für ausländische Direktinvestitionen. Dabei wird z.T. eng mit internationalen Organisationen wie der EU und der OECD zusammengearbeitet. Die Mitglieder betreiben regelmässigen Erfahrungsaustausch über einschlägige Fragen, unterstützen sich in der Marktbeobachtung, bei der Analyse und Überwachung von Schuldnerunternehmen, bei der Einbringung Not leidend gewordener Forderungen usw.

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