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Bestandsgrösse

in Geldeinheiten bewertete (monetäre) oder in physischen Einheiten gemessene (reale) Grösse, die zu einem bestimmten Zeitpunkt ermittelt wird, also zeitpunktbezogen ist. Dieser Zeitpunkt heisst häufig Stichtag. Beispiele sind die Geldmenge oder die Anzahl der privaten Haushalte. Zwischen Bestandsund Stromgrössen besteht folgender Zusammenhang:   Anfangsbestand + Zuströme — Abströme = Endbestand.   Die Differenz (bzw. der Saldo) zwischen Zuströmen und Abströmen wird als Bestandsänderung bezeichnet; ihr Wert ist eine Be- standsänderungsgrösse.                                                                

Als Bestandsgrößen im Sinne des Rechnungswesens bezeichnet man diejenigen an einem bestimmten Zeitpunkt (Bilanzstichtag) ermittelten wirtschaftlichen Größen, die sich in der zum Abschluß einer Rechnungsperiode erstellten Bilanz niederschlagen. Demgegenüber liegen die Ursachen für Strömungsgrößen innerhalb bestimmter Abrechnungsperioden, deren Länge vom Zweck der Ermittlung der verschiedenen Strömungsgrößen bestimmt wird. Die Aktivseite der Bilanz enthält Vermögensgegenstände, während die Passivseite einerseits die Schulden (Verbindlichkeiten) des Bilanzierenden, andererseits sein als Differenz zwischen seinem Vermögensbestand und seinem Bestand an Schulden ermitteltes Eigenkapital enthält. Die verschiedenen, in der Finanzbuchhaltung in einer Abrechnungsperiode erfaßten Strömungsgrößen führen zu einer Veränderung be stimmter, genau abgegrenzter Grup pen von Bestandsgrößen der Handelsbilanz. Die bestandserhöhenden Strömungsgrö ßen (Einzahlungen, Einnahmen, Er träge) und die bestandsvermindern den Strömungsgrößen (Auszahlun gen, Ausgaben, Aufwendungen) be wirken die Veränderung der zugehö rigen Bestandsgrößen (Zahlungsmittelbestand, Geldvermögen, Reinvermögen) zwischen den entsprechenden beiden Bilanzstichtagen.

zeitpunktbezogene Mengenmessung. Gegensatz Stromgröße

zeitpunktbezogene Größen mit der Dimension Mengen- (Stück, Gewichtseinheiten) oder Geldeinheiten. Bestandsgrößen sind zwar datiert, haben aber keine Zeitdimension. a) In der empirischen Bestandsanalyse (z.B. volkswirtschaftliche Vermögensrechnung) werden die Bestände am Rechnungsstichtag häufig mit der Methode der Bestandsfortschreibung ermittelt: Endbestand = Anfangsbestand + Zugänge - Abgänge. Die Zu- und Abgänge sind in der Bestandsanalyse nicht als -3 Stromgrößen aufzufassen, sondem als Bestandsveränderungsgrößen. Sie sind zwar doppelt datiert (Anfangs-, Endzeitpunkt), haben aber keine Zeitdimension und werden in denselben Einheiten wie die Bestandsgrößen gemessen. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen wird gleichwohl eine enge Verknüpfung zwischen Strom- und Bestandsgrößen angestrebt. Stromgrößen wie Investitionen, Abschreibungen führen zu Bestandsveränderungen. Es ist ein integriertes Rechensystem von Strom- und Bestandsgrößen. Bei Analysen werden häufig Strom- und Bestandsgrößen miteinander verknüpft (z.B. Kapitalproduktivität,            Produktionspotential). Bei Bewertung in jeweiligen Preisen ist ggf. außer dem Saldo aus Zu- und Abgängen noch eine Inflationierungs- oder Deflationierungsmarge zu berücksichtigen. b) In der modelltheoretischen Bestandsanalyse (-\' Analyse) wird die Planung von Beständen oder Bestandsänderungen problematisiert. Das Verhalten der Investoren ist z.B. darauf gerichtet, den tatsächlichen Kapitalstock dem gewünschten Bestand anzupassen (-3 Kapitalstockanpassungsprinzip). Gegenstand der Betrachtung sind also Bestands- resp. Bestandsveränderungswünsche. Angebot und Nachfrage nach Geld und Wertpapieren werden ebenfalls überwiegend als Probleme der Bestandsanalyse behandelt. Das Marktgleichgewicht ist dementsprechend ein Bestandsgleichgewicht.

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