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eiserner Bestand

eiserner Bestand ist der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Halb- und Fertigerzeugnissen, der aus Sicherheitsgründen zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft als Mindestbestand vorrätig sein muß.

Siehe auch: Sicherheitsbestand

Zur Sicherung eines störungsfreien Betriebsablaufes ist es notwendig, daß am Lager ein eiserner Bestand an Vorräten gehalten wird. Man bezeichnet einen solchen Bestand auch als Sicherheitsbestand, Mindestbestand oder Reservebestand. Dieser Bestand stellt die Menge an Vorräten eines Materials dar, welche normalerweise nicht unterschritten werden darf. Der eiserne Bestand wird nur dann angegriffen, wenn die geplante Beschaffungszeit aus unvorhergesehenen Gründen überschritten und/oder der tatsächiiche Materialverbrauch größer als der geplante Verbrauch ist. Bei der Ermittlung des eisernen Bestandes müssen deshalb die mögliche Beschaffungszeitüberziehung und die mögliche Verbrauchsüberziehung berücksichtigt werden. Dann kann der eiserne Bestand die möglichen Schwankungen im Materialverbrauch und in der Beschaffungszeit auffangen.

Der eiserne Bestand darf jedoch nicht aus Gründen übertriebener Vorsicht zu hoch angesetzt werden, denn durch das Halten des eisernen Bestandes wird Kapital gebunden, und damit werden Kosten verursacht. Der eiserne Bestand muß einer geänderten Nachfrage am Absatzmarkt und geänderten Risiken auf dem Beschaffungsmarkt entsprechend angepaßt werden.

ist derjenige Teil des Lagers, der stets in gleichbleibender Mindestmenge und Zusammensetzung vorhanden sein muß, um kurzfristige Lieferschwankungen auszugleichen. Der eiserne Bestand hat somit den Charakter von Anlagevermögen.

Unter einem eisernen Bestand versteht man einen Mindestbestand an Roh, Hilfs und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen oder Waren, der zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft erforderlich ist. Im Rahmen der Bilanzierung wird sehr häufig eine Bewertung des eisernen Bestandes mit Festwerten (Festbewertung) gefordert; dadurch ergäbe sich in Zeiten steigender Preise die Möglichkeit, stille Rücklagen zu bilden und somit Beträge, die sonst den Betrieb als Gewinnausschüttung und Steuerzahlung verlassen würden, zu Zwecken der Substanzerhaltung an den Betrieb zu binden. Sowohl Handelsals auch Steuerrecht gestatten den Ansatz eines eisernen Bestandes mit einem Festwert zu Zwecken der Substanzerhaltung in Zeiten steigender Preise Grundsätzlich nicht. Unter bestimmten Voraussetzungen ist jedoch aus Gründen der Vereinfachung der Bewertungsarbeiten bei der Inventur und dem Jahresabschluß für Roh, Hilfs und Betriebsstoffe sowie für Güter des beweglichen Anlagevermögens der Ansatz von Festwerten erlaubt (§40 Abs. 4 Nr. 2 HGB; Abschn. 31 Abs. 5, 36 Abs. 4 EStR).

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