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Endwertmethode

Die Endwertmethode (auch Horizontwertmethode) ist eine dynamische Investitionsrechnung, die die während der Nutzungsdauer einer Investition anfallenden Ein- und Auszahlungen auf den Zeitpunkt n (= Investitionsende) aufzinst.

Lohnend (wirtschaftlich, vorteilhaft) ist eine Investition dann, wenn sich beim gegebenen Kalkulationszinsfuß i ein endwertiger Überschuß Cn errechnet, der größer oder gleich Null ist:

Cn ò 0.

Dieser endwertige Überschuß heißt Endwert oder Horizontwert. Er ergibt sich als Differenz zwischen dem Endwert aller Einzahlungen En und dem Endwert aller Auszahlungen An.

Die Bedingung für die Vorteilhaftigkeit einer Investition kann auch so formuliert werden:
En ò An.

Problem:
(1) Die Ermittlung der Ein- und Auszahlungsendwerte beruht auf Schätzungen der künftigen Zahlungen und der Investitionsnutzungsdauer.
Der Investor muß außerdem seinen Kalkulationszinsfuß in sinnvoller Weise festlegen.

(2) Sind die jährlichen Ein- und Auszahlungen konstant, so läßt sich der Endwert in der Weise ermitteln, daß man die konstanten jährlichen Nettoeinzahlungen (e - a) mit dem Endwertfaktor (EWF) multipliziert, den Restwert R addiert und die endwertige Anschaffungsauszahlung A subtrahiert:

Cn = (e ? a) ? EWF + R ? A ? AuF

(3) Bei unterschiedlichen Werten der jährlichen Nettoeinzahlungen ist zur Endwertermittlung eine Einzelaufzinsung der jeweiligen Jahreswerte mit dem Aufzinsungsfaktor AuF = (1 + i)n vorzunehmen.

k = n
Cn = å (ek ? ak) ? (1 + i)k + R ? A ? AuF

k = 1
(ek ? ak) = Nettoeinzahlung des Jahres Nr. k
k = 1, 2, 3, ..., n

Hinweis:
Zwischen Kapitalwert C0 einer Investition und ihrem Endwert Cn besteht die folgende Beziehung:

Bei gegebenem Kapitalwert errechnet sich der Endwert, indem man den Kapitalwert auf den Zeitpunkt n aufzinst. Bei gegebenem Endwert errechnet sich der Kapitalwert, indem man den Endwert auf den Zeitpunkt 0 diskontiert (abzinst).

Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung, bei dem die Vorteilhaftigkeit verschiedener miteinander verglichener Investitionen nicht am Barwert wie bei der Kapitalwertmethode, sondern am Endwert des mit der Investition zusätzlich erzielten Nettovermögens gemessen wird. Die Investitionsalternativen müssen aber auf den gleichen Zeitpunkt berechnet werden. Gleichmäßig wiederkehrende Zahlungen können mit dem Endwertfaktor aufgezinst werden:
Kalkulationszinsfuß in Bruchteilen vom Hundert) Der Kapitalendwert ergibt den Barwert, wenn er mit dem Barwertfaktor multipliziert wird.

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