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Führungsinstrumente und Führungstechniken

Führungsinstrumente und Führungstechniken, z.T. auch als Führungsmittel bezeichnet, sind "Hilfsmittel" der Führung, die sich im Gegensatz zu den Führungssystemen in der Regel nur auf Teilprozesse oder bestimmte Situationen beziehen und für diese jeweils konkrete Vorschläge, handlungsleitende Empfehlungen, (Faust-)regeln oder Verfahren bereitstellen. Die Instrumente und Techniken können sich dabei einerseits auf den unmittelbaren Prozess der Führung von Mitarbeitern, aber auch auf die Gestaltung kommunikativer Prozesse oder anderer Führungsaufgaben sowie auf die effiziente Gestaltung der Führungstätigkeit selbst, z.B. persönliche Arbeitsplanung, beziehen. Die Führungsphilosophien und insbesondere die tatsächlichen Annahmen, haben dabei eine orientierende Wirkung für die anderen Elemente der Führung: je nach Ausprägung der Philosophien ergeben sich in der Regel unterschiedliche Muster von Führungssystemen, ein spezifisches Führungsverhalten sowie Präferenzen für bestimmte Führungsinstrumente und -techniken.

Führungsinstrumente dienen dazu, die Leistungsmotivation der Mitarbeiter zu steuern. Der Einsatz der Führungsinstrumente erfolgt durch die Betriebsführung. Es sollen letztlich die Ziele der Unternehmung erfüllt werden, wobei die Mitarbeiter dahingehend zu überzeugen sind, daß sich ihre eigenen Ziele durch einen persönlichen Einsatz für die Ziele des Unternehmens optimal reahsieren lassen. Dabei können objektiv bewertbare (materiell bestimmte) Führungsinstrumente von rein motivationsfördernden Führungsinstrumente unterschieden werden.

Hilfsmittel, die zur Unterstützung von Führungsaktivitäten eingesetzt werden, um Einfluss auf das Verhalten, Tun oder Unterlassen von Personen zu nehmen (Führungstechnik). Führungsinstrumente beziehen sich auf den verhaltensbezogen-personalen Aspekt von Willensbildung, Willensdurchsetzung und Willenssicherung (Führungsprozess). Der Einsatz z.B. der Führungsinstrumente Zielszenario, Kreativitätstechniken, Delegation von Aufgabenbereichen, Entscheidungstechniken, erfolgt vorzugsweise innerhalb des Teilprozesses der Willensbildung. Im Bereich der Willensdurchsetzung werden z.B. Dienst- und Mitarbeitergespräche, Stellenbeschreibungen, Funktionendiagramme, Arbeitsbeschaffungspläne, Budgets sowie Weisungen als Führungsinstrumente eingesetzt. Zur Willenssicherung können u. a. verschiedene Kontrollverfahren, Bewertungstechniken, Personalbeurteilungstechniken, führungsunterstützende Massnahmen (z.B. Unterweisung in Gesprächsführung, Interviewtechniken) sowie Anerkennung und Kritik dienen. Führungsinstrumente werden in nahezu unbegrenzter Anzahl in Führungssystemen eingesetzt bzw. für diese vorgeschlagen. Eine Zuordnung zu den einzelnen Führungspro- zessphasen ist nicht immer möglich. Einzelne Führungsinstrumente lassen sich auch für den gesamten Führungsprozess verwenden. Probleme des Einsatzes von Führungsinstrumenten sind ihre schwer zu prognostizierende Wirkung sowie die Angabe der Voraussetzungen ihrer Anwendbarkeit.              Literatur: Kuhn, A., Unternehmensführung, 2. Aufl., München 1990. Steinle, C., Führung, Stuttgart 1978.

Führungsinstrumente sind die Mittel, die die Unternehmungsführung einsetzen kann, um die gesteckten Ziele auf möglichst wirtschaftliche Weise zu erreichen. Diese Mittel bestehen im Anordnen, Verhandeln, informieren und Motivieren. Die moderne Unternehmungsführungslehre geht davon aus, daß der optimale Einsatz der Führungsinstrumente durch die Unternehmungsführung dann gewährleistet ist, wenn eine Identifikation der persönlichen Wünsche der Mitarbeiter mit den betrieblichen Zielsetzungen der Unternehmung herbeigeführt wird. Die Instrumente, die die Unternehmungsführung dafür einsetzen kann, können in materielle und in immaterielle Führungsinstrumente, die jeweils direkt oder indirekt wirken, unterschieden werden. Materiell direkt wirkende Führungsinstrumente sind die Entlohnung sowie die betrieblichen Sozialleistungen, wie Altersversorgung und Erfolgsbeteiligung. Materiell indirekt wirkende Instrumente sind beispielsweise die Arbeitsbedingungen. Zu den immateriell direkt wirkenden Instrumenten gehört der Führungsstil, und zu den immateriell indirekt wirkenden Instrumenten werden die Aus- und Weiterbildung sowie die Information und Kommunikation gezählt.

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