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intraindustrieller Handel

bezeichnet den internationalen Austausch von Waren derselben Produktionssektoren (zum Beispiel Industriegüter gegen Industriegüter). Da die Handelsgüter in den handeltreibenden Volkswirtschaften miteinander konkurrieren und sich gegenseitig ersetzen können, wird diese Form des Handels auch als «substitutiver Handel» bezeichnet. Zu dieser Kategorie internationaler Handelsbeziehungen gehört vor allem der Nord-Nord-Handel zwischen den westlichen Industrieländern, der zugleich den Löwenanteil des Welthandels ausmacht. Die Ursachen dieses Handels beruhen in der Regel auf speziellen Präferenzen der Käufer, die aus persönlichen Gründen das Importgut bevorzugen, obwohl es ein entsprechendes Substitut aus der heimischen Produktion gibt. Der intraindustrielle Handel unterscheidet sich in seiner qualitativen Struktur vom interindustriellen Handel.

Input-Output- Tabelle

Handel zwischen industrialisierten Volkswirtschaften mit ähnlichen Produkten (Deutschland importiert Autos aus Frankreich und exportiert Autos dorthin), der nach Auffassung vieler Ökonomen kaum mit der traditionellen Außenwirtschaftstheorie und auf keinen Fall mit dem - HECKSCHER-OHLIN-Theorem erfaßt werden kann, da zwischen den Ländern keine gravierenden Faktorausstattungsunterschiede existieren und die Kapitalintensitäten und - Technologien bei diesen Produkten ähnlich sind. Folglich werden Nachfrageunterschiede und das Interesse der Konsumenten an einer Produktvielfalt als entscheidend angenommen. Zusammen mit Strategien der monopolistischen Konkurrenz und insbes. der Preisdifferenzierung erlaubt dies, v.a. solchen Produzenten ihre Absatzbereiche in offenen Volkswirtschaften auszudehnen, die über - increasing returns to scale verfügen. Zugleich werden durch die größeren Märkte kleinere Produzenten aus dem Markt verschwinden. Zum intraindustriellen Handel gehört auch der Teil des ebenfalls stark wachsenden Intraunternehmenshandels, der gleiche bzw. ähnliche Produkte umfaßt. Dagegen zählen Lieferungen von Rohstoffen und Halbfabrikaten von einer Tochter- an die Muttergesellschaft nicht zum intraindustriellen Handel. Zuzugestehen ist auf jeden Fall, dass anders als in der traditionellen Außenwirtschaftstheorie im intraindustriellen Handel Standortentscheidungen nur noch selten auf Unterschiede in der Faktorausstattung und der Technologie zurückgeführt werden können, sondern das Ergebnis strategischen Absatzverhaltens bei möglicherweise übereinstimmenden komparativen Kosten sind. Bei der Würdigung der Argumente sollte nicht übersehen werden, dass Unterschiede zwischen intraindustriellem und interindustriellem Handel auch aus dem Grad der Disaggregation folgen: Bei hoher Aggregation gibt es letztlich nur ein Gut, das Sozialprodukt: jeder Handel ist intraindustrieller Handel. Literatur: Siebert, H. (1994). Grubel, H.G., Lloyd, P.J. (1975)

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