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Rohstoffe

Rohstoffe sind alle für die industrielle Be- und Verarbeitung geeigneten Materialien, die unmittelbar als wesentliche Bestandteile in die Endprodukte eingehen. Sie gehören zusammen mit den Hilfs- und Betriebsstoffen zu den Werkstoffen.

Beispiele: Holz bei Möbelfabrikation, Stahlbleche bei Pkw-Fertigung.

die Grundstoffe, die im Produktionsprozeß nach Be- oder Verarbeitung in das Produkt eingehen und somit den stofflichen Hauptbestandteil der Endprodukte bilden. In der Kostenrechnung werden die Rohstoffe grundsätzlich als Einzelkosten erfaßt. Soweit die Einzelerfassung der Rohstoffe nicht wirtschaftlich ist, werden sie in der Kalkulation den Kostenträgern als Gemeinkostenmaterial zugerechnet.

Rohstoffe zählen zu dem elementaren Produktionsfaktor Werkstoffe. Sie werden im Produktionsprozeß verbraucht, da sie direkt in das Fertigprodukt als Hauptbestandteil eingehen H Repetierfaktoren).

Siehe auch Materialrechnung.

1. In der Volkswirtschaftslehre die Bezeichnung für jene (Grund-)Stoffe, die durch Urproduktion gewonnen werden. Beispiele: Rohöl, Erze, landwirtschaftliche Erzeugnisse. 2. In der Betriebswirtschaftslehre Bezeichnung für all jene Güter, die in den Fertigungsprozeß eingehen und wesentliche Bestandteile des zu erstellenden Produkts werden. Es kann sich hier um Stoffe aus der Urproduktion, aber auch um Halb- oder Fertigprodukte eines vorgelagerten Produktionsbetriebs handeln (z.B. •Mikroprozessoren für Industrieroboter).

Alle unmittelbar als Hauptbestandteilin ein Fertigprodukt eingehendenGüter.

von der Natur bereitgestellte Produktionsfaktoren. In der neueren Literatur wird synonym die Bezeichnung natürliche Ressourcen verwendet (vgl. Tab.). Regenerierbare natürliche Ressourcen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie durch natürliche Prozesse nachwachsen. Die Dynamik des Zuwachses wird durch  Regenerationsfunktionen beschrieben. Durch menschliche Nutzung wird der jeweils vorhandene Ressourcenbestand gegenüber dem Zustand des ökologischen Gleichgewichts ohne menschlichen Eingriff verringert. Im Idealfall wird ein bioökonomisches Gleichgewicht erreicht. Rohstoffe Als für den Menschen besonders wichtige regenerierbare natürliche Ressourcen gelten Meerestiere (Fischereiökonomik), Holz (Forstwirtschaft) sowie Pflanzen und Tiere (Landwirtschaft). Insbesondere für die Er nährung von Menschen spielen regenerierbare natürliche Ressourcen auch heute die wichtigste Rolle. Inwieweit langfristig mit der Erschöpfung und/oder Verteuerung von Ressourcen aus begrenzten Beständen auf regenerative Ressourcen auch für industrielle Zwecke (Grundstoffchemie, Treibstoffe, Baumaterial) übergegangen wird, ist zur Zeit noch nicht abzuschätzen. Neben diesem Typ von regenerierbaren Ressourcen, der direkt mit den Nahrungs- und Energieketten in der Natur verbunden ist, gibt es einen zweiten Typ, der quasi als Nebenprodukt der natürlichen Zyklen immer wieder aufgebaut wird: Ressourcen mit einem bestimmten chemischen Reinheitsgrad wie Trinkwasser oder saubere Luft mit hohem Sauerstoffanteil werden durch natürliche Prozesse laufend erneuert (Wasserkreislauf mit Filterung im Boden, Photosynthese der Pflanzung). Während regenerierbare natürliche Ressourcen eine Bestandsgrösse darstellen, deren. Regeneration nach Jahren bis zu einigen Jahrzehnten (Wald) erfolgt, sind Bestandsressourcen ein natürliches Geschenk aus Jahrmillionen Erdgeschichte. Da ihre Bildung sich in geologischen Zeiträumen von einigen Millionen Jahren vollzog, können sie für menschliche Zwecke als praktisch nicht-regenerierbar eingestuft werden. Innerhalb dieser Gruppe sind wiederum zu unterscheiden solche Ressourcen, die ihre Eigenschaft als Ressource durch die Nutzung nicht verlieren (Kupfer in einem Kabel bleibt Kupfer), und solche, die durch die Nutzung qualitativ irreversibel verändert werden (eine Tonne Kohle kann nur einmal verfeuert werden). Die erstgenannten Ressourcen sind in Prozessen der Rezyklierung wieder in den Produktionsprozess rückführbar. Energieressourcen sind hingegen nicht-rezyklierbar, sondern verlieren durch die Nutzung ihre Ressourcenqualität. Dies hängt mit dem Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik zusammen. Danach wird Energie in einem geschlossenen System von qualitativ höherwertigen Formen, die physikalische Arbeit verrichten können (Benzin, Strom, Gas), irreversibel in minderwertige Formen umgewandelt (Wärme). Da die Erde kein geschlossenes System ist, wird diese Wärme laufend an den kalten Weltraum abgestrahlt. Die Klimagleichgewichte der Erde beruhen auf einer ausgeglichenen Bilanz der empfangenen Stromressourcen und der gleichzeitig abgestrahlten Wärme. Die Nutzung von Energieressourcen aus Beständen bewegt sich zur Zeit in einer Grössenordnung von 0,01% der Stromressourcen. Bis weit in das 18. Jh. wurden fast ausschliesslich regenerierbare natürliche Ressourcen, Stromressourcen in Form von Sonnenenergieströmen und in sehr geringem Umfang mineralische Bestandsressourcen genutzt. Seit der Entdeckung der Eisenverhüttungstechnik auf Kohlebasis im Jahr 1709 in Wales wurden zunehmend auch -Energieressourcen aus begrenzten Beständen genutzt. Dieses Beispiel verdeutlicht gleichzeitig, dass eine Substanz nicht schon an sich im ökonomischen Sinne "natürliche Ressource" ist, sondern dass dies vom technischen Entwicklungsstand abhängt, der produktive Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Mit der Nutzung von regenerierbaren Ressourcen und Bestandsressourcen entsteht ein Problem intertemporaler Allokation, d. h. der effizienten und optimalen Aufteilung der Ressourcennutzung in der Zeit. Besonders deutlich wird dies an Bestandsressourcen mit nicht-rezyklierbaren Ressourcen, bei denen heutiger Ressourcenverbrauch zwingend zu Lasten einer zukünftigen Generation geht. Aus zwei (.runden unterliegt die freisbildung für natürliche Ressourcen häufig anderen Gesetzen als die für produzierbare Güter: Zum einen sind oft —Eigentumsrechte nicht definiert, wie im Fall Meeresfische, zum anderen sind Ressourcen aus begrenzten nicht-regenerierbaren Beständen bereits "an sich" wertvoll, so dass sich ihr Preis nicht nur aus den  Extraktionskosten, sondern auch aus einer Knappheitsrente, auch  Royalty genannt, zusammensetzt. Während die fehlenden Eigentumsrechte z. B. bei Meerestieren die Gefahr einer Überfischung auslösen, weil der Knappheitsindikator Preis versagt, sind effiziente Nutzungen von Bestandsressourcen durch Preissignale theoretisch möglich.   Literatur: Siebert, H. (Hrsg.), Erschöpfbare Ressourcen, Berlin 1980. Smith, V. KIKrutilla, J. V. (Hrsg.), Explorations in Natural Resource Economics, Baltimore, London 1982. Ströbele, W, Wirtschaftswachstum bei begrenzten Energieressourcen, Berlin 1984. Ströbele, W., Rohstoffökonomik, München 1987.

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