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Konsumgüterindustrie

Bezeichnung für Wirtschaftszweige, die Güter für die Endnachfrage der Haushalte hersteilen. Die Güter haben den Produktionsprozess endgültig verlassen und dienen dem unmittelbaren (nichtdauerhafte Konsumgüter wie Lebensmittel) oder zeitlich gestreckten (dauerhafte Konsumgüter wie Möbel) Verbrauch. In der amtlichen Statistik ( Industrieklassifikation) wird zwischen Nahrungsund Genussmittelindustrie (bzw. -gewerbe) und Verbrauchsgüterindustrie unterschieden. Der Anteil der Konsumgüterproduktion am Bruttoinlandsprodukt ist von 1970 mit 12,0% auf 7,3% im Jahre 1988 relativ stärker zurückgegangen als der der Verarbeitenden Industrie insgesamt (von 38,5 auf 30,7%), wobei innerhalb der Konsumgüterindustrie deutliche Veränderungen der Produktionsstruktur stattfanden. Drastische Reduktionen erfolgten in der Leder-, Textil- und Bekleidungsindustrie, deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt während der 70er und 80er Jahre um rd. 60% fiel, was nicht nur auf die rückläufige Inlandsnachfrage, sondern auch auf die verschärfte Importkonkurrenz (Importanteil etwa 30%) zurückzuführen ist. Markante Anteilsgewinne wiesen lediglich die Kunststoffwaren auf. Die deutliche Schrumpfungstendenz der meisten Konsumgüterindu- strien kann allerdings nicht als Beleg für Sättigungserscheinungen beim privaten Konsum angesehen werden, weil einmal Verlagerungen zum Dienstleistungsbereich stattfanden und zum anderen die Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern insb. den Strassenfahrzeugbau und die Elektrotechnik betreffen; diese Industriezweige werden jedoch in der amtlichen Statistik der Investitionsgüterindustrie subsumiert.   Literatur: Ifo-lnstitut für Wirtschaftsforschung, Analyse der strukturellen Entwicklung der deutschen Wirtschaft, Berlin, München 1987.

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