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Schwachstellenanalyse

Voraussetzung ist eine ausgebaute Leistungsrechnung, die umfassend und systematisch Leistungsinformationen bereitstellt. Diese Leistungsinformationen helfen Schwachstellen und Ineffizienzen im Unternehmen (vor allem im Gemeinkostenbereich) zu erkennen und entsprechende Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Die Schwachstellenerkennung wird damit zu einer der Aufgaben der Leistungsrechnung.

Die Schwachstellenanalyse ist eine Untersuchung, um in einem System oder Ablauf unzureichend funktionierende Elemente oder Beziehungen mit dem Ziel zu ermitteln, die festgestellten Schwächen zu beheben.

Schwachstellenanalyse ist ein umfassender Begriff für Vorgehensweisen, um in einem System die aus der Sicht dieses Systems unzureichend funktionierenden Elemente und Elementbeziehungen festzustellen mit dem Ziel, die erkannten Schwächen zu verändern. Schwachstellenanalysen lassen sich für die unterschiedlichsten Systeme durchführen. Gegenstand einer Schwachstellenanalyse können existierende Systeme (z. B. Ist-Abläufe) oder geplante Systeme (z. B. geplante Abläufe eines Kommunikationssystems) sein. Auch andere Systeme, wie z. B. DV-gestützte Abrechnungssysteme, Informationssysteme, Interne Kontrollsysteme können Gegenstand sein. Trotz der unterschiedlichen Objekte lassen sich drei Phasen der Schwachstellenanalyse bestimmen:
Feststellen der Schwachstellen
Analyse der Ursachen, die zu den festgestellten Schwachstellen führen
Erarbeitung von Lösungsvorschlägen zur Veränderung der Schwachstellen.
Schwebende Geschäfte
Verfahrensweisen zur Feststellung von Schwachstellen existierender Systeme bauen auf einer Ist-Analyse auf. Dabei ist zu unterslichen, ob Aufgaben den Zielen entsprechend erfüllt werden, ob alle zur Zielerreichung notwendigen Aufgaben erfüllt werden oder ob Aufgaben erfüllt werden, die nicht zur Zielerreichung beitragen (primäre Mängel). Weiterhin ist zu unterslichen, ob menschliche Belange organisatorisch berücksichtigt und vorhandene Sachmittel letztmöglich genutzt werden (sek und äre Mängel). Die Schwachstellen können einerseits bereits aus der isolierten betrieblichen Perspektive, andererseits erst beim Vergleich mit anderen üblichen Systemen oder Idealvorstellungen davon offenbar werden. Daher muß zweigleisig vorgegangen werden. Zur Unterstützung werden Checklisten (Prüffragenkataloge) eingesetzt, die entweder systematisch aus der Problemstellung des Systems abgeleitet sind und / oder die Erfahrungen widerspiegeln, die bisher bei der Schwachstellenanalyse gemacht werden konnten. Die Frage, ob zunächst eine Ist-Analyse oder die Erstellung neuer Checklisten oder die Detaillierung vorhandener Checklisten erfolgen soll, muß je Unternehmung gelöst werden. Schwachstellen bieten Ansatzpunkte für Rationalisierungsmaßnahmen. Bei ablauforientierten Systemen sind sie auch Indikatoren für mögliche Fehler in den Verarbeitungsergebnissen.
Die Feststellung der Ursachen, die auch mit Hilfe von Checklisten systematisiert werden kann, ist Grundlage für die Erarbeitung von Lösungsmöglichkeiten.
Als mögliche Ursachen beispielsweise bei der Ablauforganisation von Buchhaltungssystemen werden genannt:
falsche oder lückenhafte Organisation des Ablaufs
unzureichende Ausbildung von Mitarbeitern
fehlende oder lückenhafte Arbeitsanweisung.
Als Mängelursachen organisatorischer Systeme sind daher die Einsatzfaktoren, die Kombination der Einsatzfaktoren und die Regelung der Prozesse zu unterslichen. Die Gegenüberstellung von Mängeln und Mängelursachen in Matrixform unterstützt die Gewinnung von Lösungsmöglichkeiten.
Die Problematik der Schwachstellenanalyse liegt darin begründet, daß trotz umfangreicher systematisierender Vorarbeiten auf die Erfahrungen und die Intuition derer nicht verzichtet werden kann, die eine solche Schwachstellenanalyse durchführen.

ist ein heuristisches Verfahren zur Annäherung an optimale Zustände und dient der Feststellung von Unzulänglichkeiten in der Unternehmung. Sie beginnt mit der
(1) Ermittlung der Schwachstellen (Ist-analyse mit Hilfe von Katalogen oder Checklisten), setzt sich mit der
(2) Ursachenanalyse (Gegenüberstellung von Unzulänglichkeiten und Ursachen in einer Matrix) fort und schliesst mit der
(3) Entwicklung von Massnahmen ab. Auch die   Kennzahlen- oder   Bilanzanalyse dient der Analyse von Schwachstellen. Siehe auch   Analysemethoden, betriebswirtschaftliche (mit Literaturangaben) und  Heuristik.

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