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AKA Ausfuhrkreditgesellschaft mbH

Kreditinstitut, das im Rahmen der mittel- und langfristigen Exportfinanzierung tätig ist (Außenhandelsfinanzierung).

Abk.: AKAKA Ausfuhrkreditgesellschaft mbH Spezialbank (privatrechtliches Kreditinstitut mit Sonderaufgaben) zur Finanzierung deutscher Exporte. Sitz in Frankfurt a.M. Aufgabe dieses Konsortiums in Deutschland tätiger Banken ist, bei der Finanzierung mittel- bis langfristiger deutscher Ausfuhrgeschäfte nach spezif. Verfahren aus Kreditplafonds mitzuwirken. Das Hauptverfahren der Exportfinanzierung der AKA beruht auf Solawechseln deutscher Exporteure als Finanzierungsinstrument.

Spezialbank für die Exportfinanzierung mit Sitz in Frankfurt a. M. Sie wurde 1952 von einem Konsortium deutscher Banken unter Führung der Deutsche Bank AG als Aktiengesellschaft gegründet und 1966 nach Aufnahme zahlreicher weiterer Banken (siehe unten) in eine GmbH umgewandelt. Ihre Aufgabe ist die mittel- bis langfristige Finanzierung deutscher Exportgeschäfte. AKA-Kredite werden bzw. wurden aus folgenden Kreditplafonds zur Verfügung gestellt:
- AKA-Kredite aus Plafond A (AKA-PlafondA) stehen speziell zur Refinanzierung von Exporteuren für anfallende Kosten während der Produktionszeit bzw. für Forderungen aus den vom Exporteur eingeräumten Zahlungszielen zur Verfügung (Lieferantenkredite).
- AKA-Kredite aus Plafond B wurden aufgrund einer Sonderdiskontlinie (Diskont) der AKA bei der Deutschen Bundesbank gewährt und dienten vor allem zur Refinanzierung von Exporteuren für angefallene Kosten während der Produktionszeit bzw. für Forderungen aus den vom Exporteur eingeräumten Zahlungszielen im Zusammenhang mit Exportgeschäften in Entwicklungsländer. Die Kreditvergabe mit Laufzeiten zwischen zwölf und 48 Monaten erfolgte durch Diskontierung der vom Exporteur ausgestellten Solawechsel, die mit Indossament der Hausbank an die AKA zur Rediskontierung bei der Deutschen Bundesbank weitergeleitet wurden. AKA-Kredite aus Plafond B konnten auch mit solchen aus Plafond A kombiniert werden (Parallelkredite), um dem Exporteur eine größere Refinanzierungsmöglichkeit einzuräumen. Die Neukreditvergabe aus Plafond B wurde im Jahre 1996 eingestellt (Lieferantenkredite).
AKA-Kredite aus Plafond C (AKA Plafond C) dienen im allgemeinen der Finanzierung der von den Exporteuren eingeräumten Zahlungsziele. AKA-C-Kredite können im Interesse und auf Veranlassung des Exporteurs von der AKA an ausländische Besteller oder ihre Banken gewährt werden (Bestellerkredite).
AKA-Kredite aus Plafond D (AKA Plafond D) wurden 1993 als Teilkreditlinie des Plafonds C geschaffen. Im Rahmen dieses Plafonds können Margen-Kredite auf Basis des FIBOR oder des LIBOR in DEM oder Fremdwährung an ausländische Besteller oder ihre Banken gewährt werden (Bes tellerkredite). - AKA-Kredite aus Plafond E sind seit 1997 möglich. Dieser Plafond wurde für Sonderkredite an ausländische Abnehmer oder ihre Banken geschaffen. Die Kredite können auch von Nicht-Gesellschaftsbanken der AKA refinanziert werden. Im Rahmen dieses Plafonds können Bestellerkredite in DEM oder Fremdwährung zu allen marktorientierten Konditionsgestaltungen gewährt werden (Bestellerkredite). Die im Rahmen der genannten Plafonds von der AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH gewährten Kredite sind zweckgebunden für Liefergeschäfte deutscher Exporteure an ausländische Kunden. Sie werden in der Regel durch eine Ausfuhrgarantie oder Ausfuhrbürgschaft des Bundes abgesichert (Formen von Ausfuhrgewährleistungen des Bundes). Die Finanzierung versetzt die deutschen Exporteure in die Lage, ihren ausländischen Abnehmern entsprechende Zahlungsziele einzuräumen.
Darüber hinaus gewährt die AKA «Globalkredite» aus Plafond AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Im Rahmen dieser Globalkredite kann ein Exporteur die Finanzierung einer Vielzahl kurz- oder mittelfristiger Geschäfte mit einem oder verschiedenen Kunden -auch in verschiedenen Ländern - zu einem einzigen Kredit zusammenfassen.
Außerdem kauft die AKA von deutschen Exporteuren deren Exportforderungen gegen ausländische Importeure unter Abtretung der den Exporteuren dienenden Sicherheiten an. Dies erfolgt insbesondere unter Abtretung und Aufrechterhaltung der HERMES-Deckungen für Ausfuhren. Die Mittel für HERMES-gedeckte Forderungsankäufe stammen aus dem AKA-Plafond C und werden wie AKA-C-Kredite über eine Gesellschafterbank der AKA beantragt (Quasi-Forfaitierung).

Spezialinstitut eines Konsortiums von über 50 deutschen Banken für die mittel- und langfristige Exportfinanzierung. Für Lieferantenkredite an deutsche Exporteure zur Refinanzierung der Produktionsaufwendungen und/oder der kreditierten Exportforderungen bestehen zwei Plafonds. Plafond A, der durch die Kon- sortialbanken refinanziert wird, hatte per August 1991 ein Volumen von 2 Mrd. DM, während Plafond B, eine Sonderrediskontlinie der Deutschen Bundesbank, 2,25 Mrd. DM aufwies. Für Bestellerkredite an ausländische Abnehmer oder deren Banken zur Ablösung von Exportforderungen deutscher Exporteure (liefergebundene Finanzkredite) und zum Ankauf solcher Forderungen bestand im Rahmen des Plafonds C, der ebenfalls durch die Konsortialbanken refinanziert wird, eine Kreditlinie von 12 Mrd. DM. Zumeist werden Geschäfte mit Entwicklungs- und den ehemaligen Staatshandelsländern finanziert. Die AKA wurde 1952 gegründet. Sitz ist Frankfurt am Main.           

mit Sitz in Frankfurt am Main ist ein von deutschen Geschäftsbanken als Gesellschafter getragenes Institut, das Finanzierungen für deutsche Exportgeschäfte zur Verfügung stellt. Mittel- und langfristige Finanzierungen:
(1) Gebundene Finanzkredite an ausländische Besteller/ Importeure, und zwar als   Bestellerkredite und als Kredite an deren Banken (Bank-zu-Bank-Kredite), wobei die Auszahlung i.d.R. an den Exporteur erfolgt.
(2) Strukturierte Finanzierungen und Projekt-Finanzierungen.
(3) Exportvorfinanzierungen (CTF).
(4) Lieferantenkredite. Kurzfristige Finanzierungen:
(1) Akkreditivbestätigungen,
(2) Term Loans,
(3) Anzahlungsfinanzierungen,
(4)   Avale,
(5)  Forfaitierungen. Siehe auch   Aussenhandelsfinanzierung (Internationale Zahlungs-, Sicherungs- und Finanzierungsinstrumente). Internetadresse: (AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH) www.akabank.de

zur kurz-, mittel- und langfristigen Refinan­zierung von Exportgeschäften gegründete Institution in der Bundesrepublik Deutsch­land (Exportförderung, staatliche). Kurz- und mittelfristige Lieferantenkredite werden über den Plafond A (eigene Kreditmittel) und den Plafond B (Rediskontmöglichkeit beiderDeutschenBundesbank) refinanziert. Mittel- und langfristige Bestellerkredite wer­den über den besonderen Plafond C abge­wickelt. Kreditnehmer können sowohl aus­ländische Käufer als auch Banken sein. Der Kreditantrag ist über eine der AKA-Konsor- tialbanken zu stellen. Der Höchstbetrag des Bestellerkredits entspricht der abzulösenden Exportforderung. Der Exporteur hat die Möglichkeit, seinen Kreditbedarf bis zur Auszahlung des Bestel­lerkredites über einen anderen Lieferanten­kredit der AKA zu decken.         

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